Freitag, 28. November 2014

7-Punkte-Wahn! Die mathematisch-analytische Garderobe

http://fashioners.de/pdf/fashioners_de_S21_27_11_14.pdf

7-Punkte Wahn!
Die mathematisch-analytische Garderobe

Wachen Sie manchmal morgens auf und plötzlich ist Ihnen danach, ein Paar goldene Schuhe anzuziehen? Und dazu noch ein gemustertes Kleid – und noch dazu ein glitzerndes Haaraccessoire, … Fragen Sie sich dann: wie viel ist zu viel? Wendet man sich an Stilberaterinnen älteren Semesters, bekommt man eine eindeutige Antwort: 8!
Was guten Stil angeht, gibt es die sogenannte 7-Punkte-Regel, die besagt, dass ein Outfit im Idealfall sieben modische Details aufweisen sollte. Weniger wäre zu langweilig, mehr wäre zu überladen. So könnte man beispielsweise eine Rock-T-Shirt-Kombination tragen, bei der das T-Shirt ein extravagantes Muster und ein interessantes Detail am Ausschnitt hat und der Rock mit ungewöhnlich gestalteten Taschen auffällt. Dazu kommen dann Accessoires wie Ohrringe, Kette, Schuhe und eine schicke Handtasche. Wer seine Garderobe gerne mathematisch-analytisch durchplant, wird von dem 7-Punkte-Plan begeistert sein.



Doch sind Regeln in der Mode nicht dazu da, gebrochen zu werden? Wenn Sie sich zum Beispiel danach fühlen, im Afro-Look zu gehen und sich in ein hautenges Metallic-Oberteil zu zwängen - in Kombination mit gemustertem Rock, Netzstrümpfen, Overknee-Stiefeln und fingerlosen Handschuhen, wenn Sie finden, das Outfit müsse noch mit Armreifen, einer Perlenkette, einer Sonnenbrille und einer herzchenförmigen Minihandtasche aufgewertet werden, und wenn Sie sich dann auch noch eine überdimensionale Plastikbanane unter den Arm klemmen möchten - dann haben Sie zwar die 7-Punkte-Regel gesprengt, aber Sie können sicher sein, dass Sie alle Blicke auf sich ziehen werden!



Text: Vera Hohleiter
Fotografie: Felix Rachor
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