Freitag, 9. Oktober 2015

Männer und Frauen | Vom falsch Verstehen und Fehler machen - Im Gespräch mit Michel Vincent

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Männer und Frauen | Vom falsch Verstehen und Fehler machen - Im Gespräch mit Michel Vincent

Oh man Kerle, kennt Ihr das? Du läufst durch die Stadt, überlegst noch krampfhaft was du vergessen hast auf Deinen Einkaufszettel zu schreiben und wie aus heiterem Himmel taucht sie auf: groß, schlank, umwerfend hübsch. Ihr lauft aneinander vorbei, ein kurzer Blick und Du denkst: „Wahnsinn – die anzusprechen, kann ich mir gleich sparen“. Du kramst in Deinen Erfahrungswerten und hast wirklich keinen Bock auf so eine dumme Abfuhr, die dich weiter an den Frauen zweifeln lässt.
Und oh man Mädels, nervt Euch das? Du stehst mit deinen Freundinnen an der Bar und einige Meter weiter steht dieser interessante Typ. Warum muss das immer eine Ewigkeit dauern, bis der Kerl sich traut einfach mal rüber zu kommen und Dich anzusprechen? Also zwinkerst Du ihm zu. Völlig unbeholfen kommt er angetrottelt und meldet sich zu Wort mit „Hi, kann ich Dich vielleicht auf einen Drink einladen“, während Dich seine gespielte Coolness neben drei weiteren Fehlern schon wieder um 10 Grad abgekühlt hat. Ist das alles wirklich so schwer?

Ja. Schwer ist es, sonst könnten wir mit solchen Situationen ja besser umgehen. Aber wo ist das Problem? Es ist die Kommunikation. Es ist sind Missverständnisse. Es sind falsche und unterschiedliche Vorstellungen. Männer und Frauen sind tatsächlich unterschiedlich, und wenn man dem Autor und Flirt-Coach Michel Vincent vertraut, dann versteht man auch schnell warum. Michel Vincent ist nicht nur der erfolgreichste deutsche Coach für die prickelndsten Freuden im Leben, Michele ist vor allem so eine Art „Adolph Freiherr Knigge“ für das zwischenmenschliche der Geschlechter. Wenn man den Begriff Flirt-Coach hört, dann wird man doch erst einmal erschlagen – von Vorurteilen, die laut schreien: Macho-Blödsinn! Aber Michele ist ein höflicher gebildeter und gesellschaftsfähiger Bestseller-Autor, der mit seinem Buch „Der Verführungscode“ Wahrheiten auf den Tisch bringt, die uns viel zu lange verborgen blieben. Das kann jeder behaupten? Bitte – es wird ja niemand gezwungen, von hier ab weiter zu lesen …

Michel, wer und was bist du? Wie kam es dazu, dass du zum Geschlechter-Versteher wurdest?

Ich bin Autor & Trainer für „attraktive Kommunikation“. Ich helfe Männern ihre Fähigkeiten im Bezug auf Frauen zu verbessern. Am Anfang hatte ich selbst, wie die meisten Männer, einige Hemmungen, bzw. war darauf fixiert, alles richtig zu machen. Aus diesem Grund lass ich zunächst alle verfügbare Literatur, jedoch musste ich dabei schnell feststellen, dass all diese Ratgeber einen gemeinsamen Nenner haben: Es werden stets Theorien und Methoden gelehrt, die ein möglichst selbstbewusstes „Ich“ vorgaukeln sollen. Wahres Selbstbewusstsein lässt sich jedoch nicht vortäuschen oder nachahmen. Solange ich versuchte mit „Methoden“ ans Ziel zu kommen, passierte nichts - ich war nicht authentisch und wurde schnell entlarvt. Erfolge hatte ich dabei kaum. So entschied ich mich mir alles Selbst beizubringen und machte mich auf, die Hürde zwischen Männern und Frauen ein für alle Mal zu überwinden. Ich habe 3 Jahre lang bei jeder sich bietenden Gelegenheit Frauen angesprochen, sie versucht kennenzulernen und schließlich zu erobern. Auf diese Weise habe ich mich extrem weiter entwickelt und die Zusammenhänge schließlich entschlüsselt.

Die ungeahnte Attraktivität der Männer

Männer sind von der Schönheit einer Frau schnell geblendet – sie scannen sich, vergleichen ihr Äußeres mit der Angebetenen und schon sind ihre Chancen in den eigenen Augen dahin. Michel, was machen Männer in diesem Fall falsch und mit welchen Augen betrachten Frauen die Männer? Was macht einen Mann attraktiv?

Frauen wollen einen Mann, der ihnen auf Augenhöhe begegnet und sie nicht von vorne rein auf ein Podest stellt. Kurz gesagt, er sollte sich nicht nur von ihrer Schönheit beeindrucken lassen, sondern ihr unter anderem das Gefühl geben, dass er sich für die Persönlichkeit hinter ihrer schönen Fassade interessiert. Erst wenn sich gegenseitige Sympathie auf charakterlicher Ebene entwickelt, funkt es bei den Damen. An dieser Stelle scheitern die meistern Männer. Außerdem sollte ein Mann den Mut besitzen, Frauen zu hinterfragen, ihnen zu widersprechen und vor allem nicht alles bei ihnen durchgehen lassen, nur weil sie vermeintlich attraktiv sind. Frauen wollen selbstbewusste Männer mit Ecken und Kanten, keine Ja-Sager die ihnen das Leben erleichtern. Meine Regel lautet daher: was für Männer das gute Aussehen einer Frau ist, ist für Frauen der starke Charakter eines Mannes.





Die Chancen der Frauen

Was Frauen bei Männern attraktiv macht, ist leichter zu erahnen – eine Frau weiß mehr über Ihre Chancen beim anderen Geschlecht. Wenn er aber nicht in der Lage ist, sie zu erobern, was hat sie zu lernen und zu überwinden?

Auch Frauen sollten lernen die Initiative zu ergreifen und den ersten Schritt zu machen. Heutzutage wollen Frauen als selbstbewusst und emanzipiert wahrgenommen werden – dann sollten sie das auch leben, und verstehen, dass sie nicht als billig, sondern als selbstbewusst wahrgenommen werden, wenn sie den ersten Schritt machen. Dabei müssen sie nicht gleich das Heft aus der Hand geben - aber ein kleiner erster Schritt kann durchaus Positives bewirken. Beispielsweise kann eine junge Dame einen Mann in einer Bar wie folgt provozieren: „Hey, Du siehst ziemlich gut aus. Wenn Du etwas mehr lächelst, klappt's sicher schnell mit den Frauen.“ Bevor der Kerl jedoch was sagen kann, sollte ihn die Dame mit einem provozierenden Lächeln wieder verlassen. Die Wahrscheinlichkeit, dass er ihr folgen wird, ist hoch.

Ansprechen leicht gemacht – sei ein Mann!

Der wahre Mut eines Mannes erweist sich nicht durch gespieltes Auftreten. Seien wir mal ehrlich: Eine Frau anzusprechen ist für die meisten Kerle eine unangenehme Herausforderung. Warum haben Männer Angst vor der aufregendsten Spontansituation zwischen den Geschlechtern und was zieht dabei am besten, Michel?

Das Selbstbewusstsein eines Mannes hängt zum größten Teil von der Fähigkeit ab, Frauen zu erobern. Wenn ein Mann also versucht mit einer attraktiven Dame in Kontakt zu kommen, setzt er in dem Moment eine Menge aufs Spiel. Eine Abfuhr würde als empfindliche Niederlage, von der man sich nur schwer erholt, empfunden werden. Viele Männer denken daher, man muss etwas Besonderes an sich haben oder sich etwas Besonderes aneignen (z.b. Status, Aussehen), um Frauen beeindrucken zu können. Die Wahrheit jedoch ist, Du bringst bereits alles mit! Es ist nicht nötig sich zu verstellen, interessanter zu machen oder andere Dinge zu unternehmen um besser dazustehen. Alles, was Du brauchst, trägst Du bereits in Dir. Die Kunst ist es, dies zu verinnerlichen und danach zu leben. Meine drei wichtigsten Regeln für erfolgreiches Ansprechen lauten daher:

1) Wenn Du eine attraktive Dame entdeckst, zögere niemals sie sofort ansprechen! Warte nicht auf einen besseren Zeitpunkt und flüchte nicht in „Ausreden“. Der beste Augenblick ist: immer - auch in scheinbar unpassenden Momenten.

2) Sei mutig und geh volles Risiko ein! Du siehst sie in der Fußgängerzone, aber sie telefoniert oder hört Musik mit Kopfhörern? Unterbrich sie mit einem Lächeln, sag ihr, warum sie Dir aufgefallen ist (am besten mit einem ernstgemeinten Kompliment) und lass sie wissen, dass Du sie gerne kennenlernen möchtest.

 3) Nicht versuchen zu beeindrucken! Männer wollen sich stets von ihrer besten Seite präsentieren, die Macher sein, alles unter Kontrolle haben, die reichsten, schönsten und tollsten sein. Aber genau das ist der Grund, warum Frauen Männer immer wieder als aufgesetzt empfinden. Wer hingegen zugeben kann, dass er beispielsweise nicht ganz perfekt ist, erntet Sympathie und Zuspruch.


Der Verführungscode
Michel Vincent im Verlag Piper

Man fragt sich ob die Ähnlichkeit des Knigge-Covers mit dem des Verführungscode's gewollt oder Zufall ist. Wer Michel Vincent persönlich treffen konnte, der wird sagen: Passt! Der etwas irritierende Untertitel „So kannst Du jede kriegen“ lässt sich zwar mit Eindrücken aus dem Erfahrungsschatz des Autors in Einklang bringen, er verreist allerdings ein erstaunliches Buch, das ohne Machogetue und anwidernden Chauvinismus, mit aller Seriosität die Kommunikationsschwierigkeiten zwischen den Geschlechtern aufdeckt und gefährlich genau erklärt, wie beide Seiten ticken und sich ohne Schwierigkeiten näher kommen können. Das Buch ist zwar vorwiegend an Männer gerichtet, aber eben daher auch bestens für Frauen geeignet, die im Übrigen ein eigenes an sie gerichtetes Kapitel vorfinden, das sie unbedingt gelesen haben sollten. Doch es geht auch um mehr, als nur um den Tanz der Geschlechter. Michel Vincent schafft Selbstvertrauen und Sicherheit für alle die, die Schwierigkeiten haben ein Leben zu führen, von dem sie bisher nur geträumt haben – auch außerhalb der hier zentralen Dating-Thematik. Dieses Buch kann für den Leser tatsächlich der Begin eines nicht endenden Real-Life-Adventures werden … (FASHIONERS Magazin)

Zum Buch: "Der Verführungscode"

Text: Tim von Lindenau
Fotografien: michelvincent.de
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Montag, 14. September 2015

Blaumachen | Farb-Statement zum Sommerabschied

http://fashioners.de/pdf/fashioners_de_S57_14_09_15.pdf


Blaumachen | Farb-Statement zum Sommerabschied

Wer in den vergangenen Tagen das Wetter beobachtet hat, hat den Sommer wahrscheinlich schon abgehakt. Doch, was hilft gegen das graue Wetter und den nahenden Herbst? Blaumachen! Nein, Sie müssen jetzt keine Ausreden erfinden, um nicht zur Arbeit zu erscheinen! Viel besser ist es, modisch blauzumachen. Doch blau ist nicht gleich blau. Es gibt helles himmelblau, das fast in Weiß übergeht, die blaugrüne Farbe des Meeres und natürlich auch noch den vielleicht reinsten aller Blautöne, das Königsblau, auch Ultramarin genannt. Diese kalte, aber auch unglaublich klare Farbe symbolisiert Schlichtheit und Harmonie. Dies macht sie natürlich auch zu einer ganz speziellen Inspiration in der Mode. Doch im Vergleich zu anderen Modefarben hat Ultramarin erst eine vergleichsweise kurze Geschichte. Der erste prominente Blau-Liebhaber war der französische Nachkriegskünstler Yves Klein. Dieser war vor allem für seine modernen und minimalistischen Gemälde berühmt , die häufig nur aus blauer Farbe bestanden. Aber seien wir mal ehrlich. Wer von uns assoziiert die Farbe blau noch immer mit Einfachheit? Der Beiname „Königsblau“ spricht eine andere Sprache: Blau steht für Eleganz, für Bildung und vor allem für Exklusivität.




Nicht umsonst gab Herzogin Kate die bevorstehende Hochzeit mit Prinz William in einem royalblauen Kleid bekannt und vertraut zu wichtigen Anlässen stets auf die Wirkung dieser Farbe. Auch bekannte Disney-Prinzessinnen wie Cinderella und Schneewittchen haben dem Blau zu ihrem Ruhm verholfen. Neben Reichtum und Schönheit symbolisiert diese Farbe aber auch Stärke und Selbstbewusstsein. Keine Uniform eines bekannten Superhelden kommt ohne Blau aus. Auch in der Mode sind enge blaue Anzüge und Kostüme ein Dauerbrenner. Auch die Journalistin Meike Winnemuth hat sich in die Farbe verliebt und ein unglaubliches Experiment gestartet. 365 Tage lang hat sie nur ein ultramarinblaues Kleid (welches sie in mehrfacher Ausführung gekauft hat) getragen. Ist ihr dabei langweilig geworden? Natürlich nicht! „Ich habe mich bemüht, jeden Tag anders auszusehen. Was erstaunlich einfach war, denn das Kleid war wie eine Leinwand, die man immer wieder neu bemalen konnte“, beschreibt die Journalistin in einem Interview für das SZ-Magazin. Wann fangen Sie an, blauzumachen?

Text: Stella Kirchner
Fotografie: Michael J. Rüttger
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Mittwoch, 12. August 2015

Flechtfrisuren - Schnelle Frisur mit großem Effekt

http://fashioners.de/pdf/fashioners_de_S56_12_08_15.pdf


Flechtfrisuren - Schnelle Frisur mit großem Effekt

Manchmal muss es auf Shootings ganz schnell gehen, man arbeitet quasi konstant gegen die Zeit. Faktoren wie Licht, Arbeitsplatz und die Beschaffenheit der Haare sind nicht immer perfekt und dennoch muss man das Beste herausholen. Bei diesem Shooting mit Fotografin Magdalena Peralta Widow und der bezaubernden Lara Mueller von SMC Model Management, kamen viele dieser Faktoren zusammen. Geschminkt und geflochten wurde in einer verlassenen Kirche im Zentrum von Berlin - eine meiner neuen Lieblings-Locations! Das Shooting war auf 3 Stunden angesetzt, wobei ordentlich umgeschminkt wurde und mir letztendlich nur noch eine Handvoll Minuten für die Frisur blieben. Jetzt noch mehrere verspielte Fischgräten Zöpfe zu flechten - ein Ding der Unmöglichkeit. Kreativ werden stand auf dem Programm!
Lara hat sehr kräftige Haare und in dem alten Gemäuer gab es keinen Strom um sie vorab zu bändigen. Ich unterteile ihre Haare also in unterschiedlich große Partien und nahm




 mir die Erste vor: Mit einem transparenten Haargummi schnürte ich sie 10cm unter dem Haaransatz zusammen und teilte den oberen Part in der Mitte, um die Haare abwärts des Haargummis von vorne durch die vorab gebildete Schlaufe zu legen. Dies wiederholte ich drei Mal und befestigte das Haar nun von hinten mit einer u-förmigen Haarnadel. Daraufhin nahm ich mir die Haare unterhalb des Haargummis vor und schätzte wieder 10cm ab, um sie erneut festzubinden und den Prozess zu wiederholen. So arbeitete ich mich durch das ganze Haar und ergänzte es anschließend mit einem dickeren Bauernzopf, den ich mit den Fingern lockerte, um ihm größeres Volumen zu geben. Aus dieser Prozedur wurde eine schnelle und kreative Frisur gezaubert, welche sich wirklich sehen lassen konnte.

Text & Styling: Kleo Kreitz, www.kleokreitz.de
Fotografien: Magdalena Peralta Widow, www.magdalenaperalta.com
Model: Lara Mueller, www.smcmodelmanagement.com
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Mittwoch, 5. August 2015

Paradiesvögel! Julian F.M. Stoeckel im FASHIONERS-Interview

http://fashioners.de/pdf/fashioners_de_S55_29_07_15.pdf


Paradiesvögel! Julian F.M. Stoeckel im FASHIONERS-Interview

Julian – Du zählst sicher zu den haltlos Kreativen am Sternchen-Himmel. Du liebst Partys, Promis und alles Schräge. Du bist ein Netzwerker und ein Schöngeist. Wie kam es zu Deiner ungewöhnlichen Laufbahn?

Erstmal muss ich sagen, dass mir noch nie jemand eine so schön formulierte Frage gestellt hat! Ich wollte schon als Kind ein Star werden - mit 8 Jahren habe ich immer Sonnenbrillen getragen und bin in den Autos meiner Freunde (am liebsten mit getönten Scheiben) gefahren, habe wie die Queen aus dem Fenster gewunken und fand das großartig. Irgendwann kam dann die Realität und ich musste zur Schule. Anschließend habe ich in einer Schauspiel-, einer Casting- und einer Modelagentur gearbeitet. Ich wollte wissen, wie die Szene im Kern funktioniert. Mit 16 wurde ich dann durch einen familiären Zufall von der Hamburger Schauspielerin Witta Pohl entdeckt. Ich ging fortan auf möglichst viele High Society Events. Mein Credo: „Erst musst du berühmt werden, dann hast du Erfolg!“ Also ging ich auf jede Party, wo der Rote Teppich nicht bei drei aufgerollt wurde. 2010 realisierte ich mit gerade mal 22 Jahren meine erste Fashion Show (Fashion Night Cocktail by Julian F.M. Stoeckel). Eine wie ich finde beachtliche Leistung, weil sich in diesem Alter manch anderer wund-studiert. Nach weiteren Fashion Shows präsentierte ich 2012 meine erste eigene Kollektion (JFMS by Julian F.M. Stoeckel) und im Mai 2013 wurde ich gefragt, ob ich ins Dschungelcamp gehen möchte. Natürlich wollte ich nicht, lies mich dann aber überreden und danach ging die Karriere erst so richtig los. Gerade habe ich „Promi Shopping Queen“ gedreht, werde beim Lifeball 2015 in der Style-Jury sitzen und auch die neue Miss Austria kühren. Es macht Spaß - ich bin super happy!

Wie würdest Du Dich selbst modisch einordnen? Was ist der Stoeckel-Style?

Das Berliner Magazine TIP hat mal über mich geschrieben: „Der Stil von Julian F.M. Stoeckel ist eine Mischung aus Rummelprinzessin und Call-Boy Chic!“ - ich fand das königlich und sehr gut getroffen. Ich glaube, dass ich einen verrückten Mode-Geschmack habe, der etwas Einzigartiges hat. Ich kenne zumindest keinen Anderen in meinem Alter (natürlich spreche ich nicht über mein Alter!) der einen ähnlich geprägten Stil hat. Ich kombiniere gerne ganz teuer mit H&M. Ich liebe Mischung, ich liebe Farbmix, Mustermix und Markenmix. Ich kann nichts damit anfangen, wenn Leute von Kopf bis Fuß mit Louis Vuitton herumlaufen. Ich will es verrückt und eigen haben. Ich finde jeder sollte einen eigenen Stil kreieren und nicht immer allen Trends hinterherlaufen. Wen ich in letzter Zeit modisch beobachte, ist Kim Kardischian und ich muss gestehen: Sie wird immer cooler!

Du erwähntest, dass die „modischen Paradiesvögel“ fast ausgestorben sind. Die wirklich schrägen Typen, die auf kreativen Partys nicht fehlen dürfen. Was sind das für Leute und warum werden sie weniger?






Die Menschen haben gemerkt, dass man als Paradiesvogel immer aus der Reihe tanzt und damit immer Gesprächsthema ist. Viele Leute können aber genau das nicht ertragen. Es kostet sehr viel Kraft und sehr viel Mut, anders zu sein. Alle reden, tratschen und lästern über dich. Aber wenn man es genau betrachtet, dann ist genau das „das Kapital“. Persönlichkeiten wie Arndt von Bohlen und Halbach (Krupp-Clan), Rudolf Moshammer, Ludwig XII, Harald Glööckler, Mozart oder Olivia Jones sind Menschen, die man nicht vergessen wird, weil sie anders waren, weil ihre Zeit sie vielleicht auch nicht immer verstanden hat. Aber ich fühle mich witziger weise in der richtigen Zeit. Ich wäre auch gerne Schauspielikone im Jetset der 60er Jahre gewesen, aber das kann man sich ja nicht aussuchen. Dafür kann ich heute so sein, wie ich will und das ist ein sehr großes Glück und dafür bin ich wahnsinnig dankbar!

Was bedeutet für Dich Kreativität? Was ist Mode in Deinen Augen?

Mode ist wie eine Sprache. Sie diktiert dem Auge und den Gedanken. Wenn ein Mensch durch die Türe tritt und noch kein Wort gesprochen hat spricht die äußere Wahrnehmung. Es sprechen die Augen, die Lippen, die Haare und dann die Mode. Was sagt das aus - über einen Menschen? Was stellt er da? Sagt eine Rolex, dass man Millionär ist? Oder sagt ein bunter Paradiesvogel, dass er nicht normal ist? Ich glaube nicht. Menschen sind innerlich oft ganz anders als man sie von außen sieht. Deswegen kann man über die Mode auch Illusionen schaffen und ein Image kreieren. So wie ich es gemacht habe.

Was denkst Du über aktuelle Trends? Sind wir heute kreativ? 

Ich finde, dass es leider immer weniger kreative Menschen gibt. Ich habe das Gefühl, dass viele Leute sich nur von ihren Pflichten und Aufgaben leiten lassen. Aber das Leben ist nicht so lang, dass man genug Zeit hätte, sein Leben mit „Blödsinn“ zu verbringen. Ich bin für mehr Kreativität im Alltag. Ich bin für guten Wein, gutes Essen, gute Freunde und großartige Momente. Neben Gesundheit sind Menschen, die einen wirklich schätzen und die man selbst wirklich schätzt, für mich das Wichtigste!

Hast Du ein Ziel im Leben, das Du auf jeden Fall erreichen willst?

Ich habe ein Ziel. Ich würde gerne irgendwann mal ein großes Haus haben. Mit meiner Mama zusammen, vielleicht einem Partner und meinen liebsten Freunden. Einem Pferd, einem alten Hund, einen Hasen und einen Papagei. Das wäre sehr lustig. Ein Mehr-Generationenhaus mit vielen kreativen und tollen Momenten!

Sicher hast Du auch ein Motto, eine Lebensweisheit – verrate sie uns! 

„Regel und Vorschriften sind Dinge, die mir nicht zusagen“ (Romy Schneider)

Tim von Lindenau im Gespräch mit Julian F.M. Stoeckel
Fotografien: Alexander Klotz
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Dienstag, 14. Juli 2015

Kreativer Umweltschutz

http://fashioners.de/pdf/fashioners_de_S54_09_07_15.pdf


Kreativer Umweltschutz

adidas stellte einen innovativen Turnschuh mit nachhaltigem Strandfeeling als Konzeptschuh vor, der noch in diesem Jahr im Handel erhältlich sein soll. Das Obermaterial des sportlichen Leichtgewichts ist zu 100 Prozent aus Garnen und Fasern gearbeitet, die aus recycelten Abfällen und illegalen Fischernetzen aus den Ozeanen bestehen. Parley for the Oceans ist grundlegend an diesem Turnschuh beteiligt - eine Organisation aus Kreativen, Denkern und Führungskräften, die sich dafür einsetzen, das Bewusstsein über den Zustand unserer Ozeane zu schärfen, und Projekte zum Schutz und Erhalt der Weltmeere auf den Weg zu bringen.


adidas, Mitbegründer von Parley for the Oceans, unterstützt die Organisation bei ihrer Aufklärungs- und Kommunikationsarbeit sowie bei ihrem umfassenden „Ocean Plastic Programm“, um die Verschmutzung der Meere mit Plastik einzudämmen. Parleys Partnerorganisation „Sea Shepherd“ hat die im Schuh verarbeiteten illegalen Netze während einer 110-tägigen Expedition eingeholt. Ein Schuh aus wiederverwerteten Kunststoffen, geborgen aus den belasteten Ozeanen – das ist eine wegweisende Idee. Recycling ist nicht nur Umweltschutz: Recycling kann auch ausgesprochen kreativ sein!

www.parley.tv

Text: Tim von Lindenau
Fotografien: adidas
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Montag, 6. Juli 2015

European Fashion Academy | Wo im Paris des Südens die Trends von morgen entstehen

http://fashioners.de/pdf/fashioners_de_S52_14_06_15.pdf


European Fashion Academy | Wo im Paris des Südens die Trends von morgen entstehen

Seit jeher ist Buenos Aires als das „Paris des Südens“ bekannt. Doch nicht nur die alten Belle Epoque Häuser erinnern an das französische Vorbild, auch in der Fashion-Industrie haben beide Städte etwas gemeinsam. Dieses Potenzial hat auch Melissa Schleich erkannt. Die bekannte deutsche Modedesignerin hat ihre Wahlheimat Paris im Jahr 2011 verlassen, um auf der anderen Seite des Atlantischen Ozeans die „European Fashion Academy“ zu gründen - eine Talentschmiede für Modedesigner aus aller Welt. „Buenos Aires ist mit Sicherheit die wichtigste Modemetropole in Südamerika“, so die Institutsleiterin, „aber bisher gibt es hier, wie auch auf dem gesamten südamerikanischen Kontinent, noch relativ wenige Mode-Akademien.“ Diese Umstände haben die renommierte Designerin bereits im Jahr 2001 auf die Idee gebracht, die „European Fashion Academy“ ins Leben zu rufen. „In meiner Berufslaufbahn als Professorin habe ich schon über 1000 Schüler ausgebildet und konnte viele von ihnen an die großen Modehäusern wie Roberto Cavalli, Yves Saint Laurent, Prada, Armani, Moschino, Miss Sixty und Cloe vermitteln“, erklärt die passionierte Designerin begeistert.





Für die European Fashion Academy ist das Jahr 2015 ein bedeutsames Jahr. Denn Ende des Jahres wird der erste Jahrgang seine Ausbildung abschließen. Für die Zukunft ihrer Schüler hat die Leiterin bereits große Pläne: „Selbstverständlich helfen wir unseren Schülern dabei, den Sprung in die Arbeitswelt erfolgreich zu absolvieren“, so Schleich. „Viele von ihnen haben nicht nur Praktika absolviert, sondern konnten sogar schon eigene Kollektionen und Konzeptionen an große Kunden verkaufen. Die „European Fashion Academy“ ist eine Mischung aus Schule und Atelier. In verschiedenen Kursen lernen die Studenten in professioneller Umgebung alle Grundlagen kennen - von der Ideenfindung über die Zeichnung bis hin zur fertigen Ausführung.“ Die Arbeit der Studenten beschränkt sich dabei übrigens nicht allein auf Südamerika: Viele Schüler pendeln zwischen Buenos Aires und Paris. Dort stellen sie sich bei internationalen Modemarken vor, präsentieren ihre Entwürfe oder arbeiten mit Fotografen zusammen. „Kein Absolvent verlässt diese Schule ohne Kontakte“, so die Akademie-Gründerin. „Für mich ist es entscheidend, dass die Schüler vom ersten Tag an international und professionell arbeiten.“

www.europeanfashionacademy.com

Von Stella Kirchner
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Mittwoch, 1. Juli 2015

THE BLACK DIAMOND | Topmodel Nicole Atieno im Gespräch

http://fashioners.de/pdf/fashioners_de_S53_23_06_15.pdf


THE BLACK DIAMOND | Topmodel Nicole Atieno im Gespräch

Gerade aus Paris zurückgekehrt, wo sie zusammen mit Supermodels wie Grace Bol ein namhaftes Editorial geshootet hat, sprechen wir mit Nicole Atieno. Das 17-jährige Model bewarb sich im Frühjahr 2014 bei SMC Model Management und belegte kurz darauf mit Ihrem einnehmenden Charme den zweiten Platz beim Supermodel-Contest in München. Nicht erst beim anschließenden Shooting mit Dirk Uebele stellte sich heraus, dass „der schwarze Diamant“, wie man Nicole heute in der Szene nennt, eine glänzende Karriere vor sich hat - denn obwohl Nicole gerade erst am Anfang Ihrer Laufbahn steht, ist sie in den Modemetropolen und bei Designern bereits sehr gefragt. „Ein magischer Moment war, als ich in Paris Wolfgang Joop kennenlernte“, schwärmt die gebürtige Kenianerin. „Wir haben uns bei einem Casting kurz unterhalten und ich hoffe, dass ich bei seiner nächsten Show dabei sein darf.“ „Das wird schon, Nicole“ - denn gleich nach Paris stand sie für eine Closed- und eine United Colours of Benetton-Kampagne vor der Kamera.




Zu Hause kleidet Nicole ihre Eltern ein und achtet darauf, dass sie beim Ausgehen bestmöglich gestylt sind. „Ich experimentiere unglaublich gern“, verrät das junge Model. „Mann kann alles tragen, man muss sich nur trauen, auch im Alltag.“ Für die Zukunft wünscht sich Nicole, die großen Laufstege“ in New York, London, Mailand und Paris zu erobern. Nicoles besondere Stärke ist ihre Geduld. „Wenn ich bei einem Casting warte, dann lese ich in Online-Magazinen und Blogs und entdecke immer Neues aus der Welt der Fashion. Es gibt so vieles, was man nebenbei machen kann.“ Eine ideale Eigenschaft, denn in der Ruhe liegt die Kraft. „Mir ist es sehr wichtig, anderen Menschen offen und freundlich zu begegnen“, verrät das angehende Supermodel mit einem fröhlichen Lachen. „Wer mit eigener Mühe etwas erreicht hat, weiß seine Ziele auch wirklich zu schätzen. Stehe zu deinen Zielen und Träumen, und teile sie mit anderen.“

www.supermodels-connect.de

Tim von Lindenau im Gespräch mit Nicole Atieno
Fotografien: Eytan Jan & Rachel Ribeiro
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Montag, 22. Juni 2015

Richtig dick auftragen!

http://fashioners.de/pdf/fashioners_de_S51_12_06_15.pdf


Richtig dick auftragen!

Normalerweise geht genau das ja voll nach hinten los. Aber was, wenn das Make Up kreativ bedacht und gewählt „dick“ aufgetragen wird? Wir finden genial, was Hair & Make Up Artist Peggy Passehl beim Shooting mit Fotografin Jana Schüßler aus Model Ksenja herausholte! „Als Jana mich anrief und sagte, ich soll meinen pinken und blauen Lidschatten einpacken freute ich mich bereits und wusste: Endlich mal wieder dick auftragen! Bei unserem Beautyshoot mit Ksenia wollten wir das graue Wetter ausblenden und mal etwas Farbe ins Spiel bringen!


Für Ksenias zarten Teint verwendete ich die Foundation von MAC und Blush von "Paris Berlin". Der Lidschatten, ein pinker Ton von Urban Decay, übernimmt hier den sanften Unterton, und um den Augen den perfekten Abschluss zu geben, werden die Wimpern erst mit einer weißen Base getuscht und anschließend mit Pigmenten von Stargazer akzentuiert. Nun brauchten wir noch einen Farbknaller bei den Lippen. Diesen Effekt konnte ich, wie man unschwer erkennen kann, mit dem Lippenstift von BH Cosmetics erzeugen! Jetzt fehlte nur noch die blaue Farbe von ULTA auf Ksenias Fingernägeln und fertig war der Sommerlook ...“


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Montag, 15. Juni 2015

Online-Magazine stark im Trend | Von Kulturellem, Effizienz und Leserzahlen

http://fashioners.de/pdf/fashioners_de_S50_10_06_15.pdf


Online-Magazine stark im Trend

Von Kulturellem, Effizienz und Leserzahlen

Laut dem Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger gibt es einen mehr als deutlichen Trend hin zu Online-Magazinen. Was wird da aus der guten alten Print-Zeitung? Mit einer jährlichen Wachstumsrate von zwei bis drei Prozent besuchen immer mehr Leser das Internet – und das sind laut BDZV mittlerweile schon knapp 50 Prozent der Deutschen. Wird das Papier überflüssig? Sicher nicht – jeder liebt es doch, gemütlich durch eine Zeitschrift zu blättern und dabei die Seele baumeln zu lassen. Aber wie effektiv ist so ein Print-Magazin bei der Verbreitung von Inhalten? Einmal gedruckt, Ressourcen verbraucht, gelesen und das war's? Ein Online-Beitrag ist tatsächlich effektiver: Er lässt sich leicht und augenblicklich realisieren, erreicht innerhalb von wenigen Stunden uneingeschränkt viele Leser, spart Kosten und Rohstoffe und verbreitet sich effektiv über soziale und sonstige Netzwerke. Beeindruckend ist, dass wirklich große Zeitschriften wie Bild oder Focus nicht halb so gern im Netz gelesen werden, wie andere kleinere Formate, die sonst als Print auf dem Markt nicht annähernd eine ähnliche Chance hätten.


 Hier scheint der Leser nach Alternativen zu suchen und belohnt das „allgemeine Online-Magazin“ mit führenden Spitzen-Leserzahlen von 30 Prozent des gesamten Online-Angebots. Seit nun mehr zwanzig Jahren sinken die Auflagenzahlen der Print-Zeitungen schwach aber kontinuierlich. Beobachtet man hingegen die Online-Portale, lässt sich deren Wachstum kaum ermessen. In den aktuellen Statistiken des BDZV, bekommt man übrigens zudem den Eindruck, dass hier beständig Zahlen übersehen oder vergessen wurden. Man besinnt sich anscheinend nur ungern auf das boomende Internet – immer dann, wenn der Vergleich vom Print zum Netz richtig interessant würde, wird das WorldWideWeb einfach nicht mit aufgeführt. Mittlerweile sind auch viele Fotografen auf die Idee gekommen, dass Ihre Bilder online mehr einbringen müssten, als im Printbereich. Wird sich hier etwas grundlegend verändern müssen? Fakt ist wohl, dass der Wunsch zu Printen mittlerweile mehr die ideellen und kulturellen Werte beflügelt. Das Print-Magazin wird zum genüsslichen Extra des Lesens und macht dem effektiveren Online-Magazin ein wenig Platz, um ihm die Vorzüge der besseren Verbreitung zu überlassen.

Text: Tim von Lindenau
Fotografien: Jana Schuessler

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Dienstag, 9. Juni 2015

Backstage bei GNTM - Nathalie Volk im Gespräch | Alexander David Kern: "Keine Chance nach GNTM ..."

http://fashioners.de/pdf/fashioners_de_S49_06_06_15.pdf


Backstage bei GNTM
Nathalie Volk im Gespräch

Was man mit zarten 16 Jahren im Showbusiness erleben kann, das zeigt uns die Königin des Modelcastings Heidi Klum. Vor 2,5 Millionen Zuschauern wird gepost, gekämpft und gezickt. Es geht um scheinbar alles – um den Titel: Germany's next Topmodel. Was erleben die Mädchen, die sich voller Hoffnung auf den „heißesten“ Laufsteg der deutschen Fernsehgeschichte begeben? Wir trafen Nathalie Volk, die es 2014 nicht nur bis ins Halbfinale, sondern auch in die Herzen vieler junger Mädchen schaffte.

Nathalie ist mittlerweile 18 Jahre alt und blickt mit zwei Jahren Erfahrung auf ihren turbulenten Einstieg in das Modelgeschäft zurück. „Meine Mutter meldete mich bei Heidi an und auf einen Schlag nahm alles seinen Lauf“, verrät das brünette Mädchen mit den schönen Augen. „Der gesamte Dreh vom Casting bis zum Finale läuft über vier Monate. Eine lange spannende und entbehrungsreiche Zeit.“ Vier Monate - vermisst man da nicht Freunde und Verwandte? „Oh ja!“ Erinnert sich Nathalie nur zu gut: „Wir hatten nur zweimal Urlaub, in dem wir nach Hause durften. Härter war allerdings, dass wir unsere Handys abgeben mussten und sie nur am Abend für 10 Minuten zurück bekamen. Das war für viele nicht leicht. Das erste Mal so lang und weit von zuhause weg und das auch noch ohne Handy. Viele haben aus unterschiedlichen Gründen das Handtuch schmeißen wollen. Auch ich – mehrmals.“ Was habt Ihr gemacht, wenn gerade einmal nicht gedreht wurde? „Eine Folge brauchte ungefähr vier Tage Drehzeit. Da wird keinem der Mädchen langweilig. Neben dem Dreh gibt es unzählige Interviews mit der Redaktion von GNTM, „taff“ oder „red!“. Wenn mal nichts zu tun ist, oder einige der Mädchen pausieren, dann geht es mit der Nanny in die Stadt oder an den Strand.“ Ihr hattet eine Nanny? „Ja. Eine für den wilden Haufen. Sie passte auf uns auf, hielt uns im Zaum und tröstete auch so manches Mal.“ Wie ist die Jury hinter der Kamera? „Heidi hat natürlich die Zügel in der Hand – sie koordiniert den ganzen Tag – alles und jeden. Ich bin Ihr sehr dankbar, dass ich mit dabei sein durfte. Viel Zeit verbringt man allerdings nicht gemeinsam – auch Wolfgang ist zwar wirklich ein ganz Lieber, aber bis auf fünf Minuten Dreh zwischendurch, bekamen wir nicht viel von ihm mit. Im Fernsehen sieht es dann später ganz anders aus. Es ist eine Show und die läuft nach striktem Plan.“

Tim von Lindenau im Gespräch mit Nathalie Volk
Fotografien: Michael J. Rüttger
Keine Chance nach GNTM
Das passiert nach der Sendung ... 

Ein Kommentar von Modelmanager
Alexander David Kern

Was kaum jemand weiß: Nicht nur die Gewinnerin von GNTM bekommt einen Vertrag bei ONEeins. Das hat für Heidi Klum wirtschaftliche Gründe, denn Sie will anscheinend verhindern, dass andere mit Ihren Mädchen Geld verdienen.

„Leider stehen alle GNTM-Teilnehmerinnen unter Knüppelvertragen mit Heidi Klums Agentur ONEeins. Sie sind somit nicht verfügbar - für Jobs in Zusammenarbeit mit „richtigen“ Agenturen auf den großen Laufstegen dieser Welt. Aber warum ist ein Vertrag mit Heidi nicht das große Los? GNTM ist für angehende Models ein Karriere Hindernis! Zunächst sind die meisten Mädchen nach der Sendung abgebrannt und viele Kunden, vor allem die großen in Mailand und Paris wollen frische Gesichter, die man zuvor noch nicht gesehen hat. Es ist wirklich schade, denn das Format GNTM wird so dargestellt, das es junge Modelle fördert. Das entspricht aber nicht der Wahrheit. Klums Mädchen werden nach der Sendung ausschließlich für kleinere Jobs eingesetzt, wie etwa Eröffnungen, Events und Shows in Berlin. Sie werden C-Promis, aber keine professionellen Models. Dabei gibt es in der Sendung durchaus einige Mädchen, die das Potenzial für Größeres haben. Aber um in Paris und New York arbeiten zu können, bräuchten sie eine Agentur, die sich um das ernsthaft professionelle Management der Girls kümmert und Placements bei Partneragenturen im Ausland realisiert. ONEeins allerdings bindet die Mädchen an sich und lässt sie möglichst nicht mehr aus den erfolgsbremsenden Verträgen. Wenn sie da irgendwann doch einmal herauskommen und woanders einen Vertrag unterzeichnen, versucht ONEeins seine ehemaligen Teilnehmerinnen mit bemerkenswert erfolgreichem Einfluss zu blockieren – das ist eine ausgemachte Frechheit! Angehende Models sollten sich daher direkt bei seriösen Agenturen bewerben und Formate wie GNTM meiden. Was bringt es heute noch, „Germanys next Topmodel“ zu werden? Man erscheint auf einem Cosmopolitan Cover und dann? Es gibt keine einzige Gewinnerin aus allen Staffeln, die weltweit erfolgreich als Model gefeiert wurde, geschweige den auf Vogue Covern oder bei Shows von Prada, Chanel oder anderen zu sehen war. Für die Klums ist GNTM eine rein kommerzielle Angelegenheit und die jungen Mädchen sind nur ein Mittel zum Zweck. Niemandem liegt etwas daran, die Mädchen im Nachhinein auf High-Fashion-Laufstegen zu sehen. Es ist eine TV-Show - mehr steckt leider nicht dahinter. Aus diesem Grund werden den Mädchen während der Sendung auch Rollen zugeschnitten, die durch die geschickten Fragen der Redakteure so inszeniert werden, dass sich die unerfahrenen jungen Modelle nicht dagegen wehren können. Den Rest erledigt der Cutter beim Schnitt. Doch so langsam, denke ich, ist auch fast jeder Zuschauer dahintergekommen und fühlt sich vom Sender an der Nase herumgeführt, was auch die konstant sinkenden Einschaltquoten erklären würde. Am Ende bleibt nur noch die Frage: Will ein Mädchen mit Talent allen Ernstes „Germanys next Topmodel“ werden?“

Ein Kommentar von Alexander David Kern

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Donnerstag, 7. Mai 2015

Fashioners auf Tuchfühlung mit ben|weide

http://fashioners.de/pdf/fashioners_de_S47_23_04_15.pdf


Fashioners auf Tuchfühlung mit ben|weide

Auffällig präsentiert sich ben|weide. Zunächst war ich irritiert: High Fashion, Werkzeuge und Grillutensilien? Funktionale Sakkos mit Unterarm-Reisverschlüssen für den sportlichen Einsatz? Parkett verlegen? Der Suiddy, eine Mischung aus Sakko und Hoody? Akkuschrauber? Als ich dann eine Chino-Hose und ein Sakko erhielt, war ich baff: was für ein Material – robust und edel in einem. Bei 30° in der Maschine waschbar. Hier hat sich jemand Gedanken gemacht und den Herren einen lang ersehnten Traum erfüllt - nachhaltig durchdacht dazu. Bei aller Innovation des Berliner Labels, das seit zwei Jahren als Quereinsteiger in der High-Fashion mitmischt, war ich auf der Suche nach einer eleganten Variante und dachte mir, das wird für eine derart angepriesene Kollektion eine Herausforderung. Denn Kleidung, die sich mit Gegrilltem und Handwerklichem präsentiert, zudem junge und freche Ideen in Textil umsetzt, wird es im klassisch eleganten Segment nicht leicht haben. Falsch gedacht: Ben Weide bekommt alles unter einen Hut. Und das mit perfekter Verarbeitung, hochwertigem Stoff, zeitlosen Schnitten und mitverantwortlicher Philosophie. Apropos Philosophie: Ben Weide ist ein Denker. Wer auf seiner Webseite benweide.com und in seinen Katalogen blättert, ist mit den dortigen Inhalten und den Gedankengängen des Designers bestens unterhalten. Fast möchte man wetten, das ein Nagel, an dem man mit einem seiner Sakkos hängen bleibt, noch vor dem männlichen Baumwollstoff „die Biege“ macht. Also ab an den Grill und gleich noch mit den Kollegen am Schuppen werken – umziehen war gestern – nein, das trau ich mich dann doch nicht. Ein Experiment, das ich anderen überlasse …
Alles für den Mann - die Welt der Suiddys und waschbaren Anzüge

Es ist eine Welt, die speziell für den Mann kreiert wurde - ben|weide bewegt sich im High-Fashion Segment ohne dabei innovative und nachhaltige Ansätze zu vernachlässigen. So sind die Kollektionen grundsätzlich bei 30 Grad in der heimischen Waschmaschine waschbar und werden unter fairen Bedingungen ausschließlich im Umkreis von 500 km rund um Berlin produziert. Ein Highlight der ben|weide Kollektion ist der Suiddy – eine Kombination aus Suit und Hoody. Er kleidet den Mann sowohl bei Geschäftsterminen als auch zu legeren Anlässen. So reich, wie das Leben an Situationen ist, so variantenreich sind auch die verschiedenen Ausführungen des Suiddys. Vom feinen Jersey über wärmende Wollvarianten bis zur High-End-Kashmir-Kombination ist alles dabei.

Erhältlich ist die Mode von ben|weide im
Online-Shop unter: www.shop-benweide.com
oder im ben|weide Flagshipstore
Mulackstr. 1, 10119 Berlin (Mitte)
Öffnungszeiten: Mo. - Sa., 11 - 20 Uhr



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Montag, 27. April 2015

Auf Streifzug durch den Sommer

http://fashioners.de/pdf/fashioners_de_S48_07_04_15.pdf


Auf Streifzug durch den Sommer

Raschelndes Schilfgras, strahlender Sonnenschein, leises Plätschern. Ein Traum vom Tag am See. Mit der aktuellen Spring und Summer-Kollektion von Eve in Paradise ist man für den klassischen Sonntagsspaziergang durch das sommerliche Paradies perfekt gekleidet. Sanfte Farb- und Musterkombinationen sorgen dafür, dass nicht nur der Seebesuch am Wochenende, sondern jeder einzelne Tag ins Sommer-Paradies führt.


Streifen und lockere Linien sind die Inspirationsquelle für die lässigen Looks. In der Kollektion finden sich maritime Klassiker wie weiß-blau gestreifte Blusen und wie von der Natur geschaffene Linien-Muster wieder. Auch der abwechslungsreiche Materialmix aus Naturfasern (wie Leinen, Baumwolle und Seide mit lockeren Jeans-Elementen) verleiht den Outfits Leichtigkeit. Die feminine aber gleichzeitig luftige Schnittführung verhilft jeder Eva zu einem starken, selbstbewussten und bequemen Auftritt - beim Streifzug durch den Sommer.

Text: Stella Kirchner
Fotografien: Eve in Paradise

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Montag, 20. April 2015

Fashion, Sweets & Handmade | Enie van de Meiklokjes im Gespräch

http://fashioners.de/pdf/fashioners_de_S43_25_03_15.pdf


Fashion, Sweets & Handmade | Enie van de Meiklokjes im Gespräch

Das Telefon bimmelt und am anderen Ende der offenen Leitung hört man eine allseits bekannte Stimme, die, im Gespräch mit einem Paketboten, auf stark befahrener Straße Päckchen annimmt. Mitten im Gewusel hält auch ein vorbeifahrender Fahrradkurier an – klar bekommt der auch ein Autogramm. „Ich hab nur leider kein Papier bei mir“, stellt der enttäuscht fest, bietet Enie van de Meiklokjes aber seine Männerbrust für eine Unterschrift an. Das Gelächter darüber ist groß und schon beginnt ein tolles Gespräch mit einer wirklich sehr gut gelaunten Moderatorin, die gerade mit ihrem Hund Felix auf dem Weg zum Park ist. Enie ist eine heimliche Lichtgestallt am Fashion-Himmel. Ihre ansteckend gute Laune und Ihr auffallend lebensfroher farbiger Stil bleiben jedem im Gedächtnis, der sie einmal gesehen hat. Mit Mode hat die in den 90ern durch VIVA bekannt gewordene Moderatorin beruflich nichts zu tun – aktuell ist es eher das Backen und Basteln, welchem sie in Ihren Sendungen „Sweet & Easy“ und „Handmade“ auf Sixx nachgeht. Die für ihren Stil bekannte Frohnatur freut sich über unser Mode-Kompliment, denn auch sie findet: „Ich bin immer sehr stilsicher und richtig angezogen, aber außer dem FASHIONERS hat das noch keiner erkannt“, stellt sie mit einem Lachen fest. „Ich habe einen ganz eigenen Geschmack, den ich auch sehr mag. Ich habe das Gefühl, dass in den Mode-Redaktionen vorrangig Kleidung gut ankommt, die auch mit einer bekannten Marke versehen ist. Toll ist, was auch bekannt ist. Mit gutem Geschmack hat das dann allerdings auch nicht immer zu tun“, findet sie. An sich selbst betont sie das, was sie an ihrem Körper besonders schön findet: „Enge Taille, weiter Rock und meine Beine. Das funktioniert ganz gut“, verrät uns Enie mit einem weiteren Lachen. Enie van de Meiklokjes liebt bunte Farben. „Wenn Leute im Spätjahr Herbstfarben tragen, verstehe ich das nicht. Es ist doch eh schon trist und grau genug – da muss ich doch nicht noch Beige, Grau und Schwarz tragen. Ich hab immer das Gefühl, wenn man bunte Farben trägt, dann geht es einem besser.“ Ob daher wohl ihre gute Laune und positive Ausstrahlung kommt? „Wahrscheinlich“, antwortet sie hörbar geschmeichelt. „Weil ich schöne Farben trage – das wird's sein. Ich glaub schon, dass das dazu beiträgt. Das ist wie eben mit dem Paketboten“, erinnert sie sich: „Wenn man jemandem bunt und gutgelaunt entgegentritt, dann kommt, egal wie muffelig jemand ist, auch was Gutes zurück.“ Enie's ganz persönliche Mode-Studie stellt fest: Wenn man in Deutschland nichts falsch machen möchte, dann kann man einfach Beige tragen,




„Egal wie alt man ist, egal was man tut und wo man lebt, ist man mit Beige immer richtig gekleidet. Da macht man nichts verkehrt. Mit Beige liegt man immer richtig, sieht aber immer doof aus.“ Dem kann man, ihr gegenüber, absolut nichts entgegensetzen. Enie backt und isst leidenschaftlich gerne, was jeder, der ihre Sendung „Sweet & Easy“ kennt, weiß. Gibt es auch zuhause bei ihr regelmäßig Torten und Kuchen? „Nein, eigentlich überhaupt nicht“, entgegnet sie. „Ich bin kein großer Tortenesser. Kuchen mag ich ganz gerne und Torten sehen meistens gut aus - ich finde sie aber eher langweilig. Dann denk ich immer: Wer soll das alles essen?“ Daher hat Enie auch viele extrakleine Backformen, ist aber kein Süßmaul, wie sie sagt. „Ich bin nicht die Königin der verzierten Torten. Ich bin eher für handfesten Kuchen. Am liebsten mache ich Cupcakes – da aber eher die salzige Variante mit Spinat, Käse oder Bacon.“ Diese herzhaften Cakes hat Enie van de Meiklokjes übrigens dank Tiefkühltruhe immer unterwegs dabei – statt gekaufter fertiger Brötchen gibt’s auf Reisen feine kleine Enie-Cupcakes. Enie ist auch handwerklich begabt. Zuhause wird alles Selbst gemacht: „Lampen anbringen, streichen – mein Mann sitzt am Schreibtisch und rundherum wird tapeziert.“ Sie verrät, dass sie lieber aktiv was macht, als nur zu moderieren und zu planen. Zu ihrer neuen Serie „Handmade“ fällt ihr ein: „Ich bin mehr die Spontan-Kreative – daher konnte ich mir anfangs gar nicht vorstellen, wie man Basteln verständlich ins Fernsehen bringt. Es ist gar nicht so einfach die vielen Arbeitsschritte vor der Kamera zu erklären, da man ja meist planlos aus der Not heraus bastelt, wenn man irgendetwas braucht. Das kann ich auch gut, aber ohne unsere pfiffige Redaktion, die den Dreh bis ins Detail plant, wäre ich anfangs verloren gewesen.“ Basteln ist in jedem Fall ein Dauertrend – da liegt Enie auch mit dieser kreativen Sendung vorn. „Im Osten geht die Sonne auf und das jeden Tag.“ ist im übrigens Enie“s letzter Satz, den sie uns mit auf den Weg gibt. „Jeder Tag ist ein neuer Tag und ich bin ein Mensch, der jeden Tag gerne lebt und der sich jeden Tag auf Neues besinnt. Auch wenn ein Tag mal doof ist, fängt ja im Folgenden ein Neuer an, der dann sicher besser wird!“

Tim von Lindenau im Gespräch mit Enie van de Meiklokjes
Fotografien: ProSiebenSat.1

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Donnerstag, 16. April 2015

Maid in Africa

http://fashioners.de/pdf/fashioners_de_S46_15_04_15.pdf


Maid in Africa

Vor leuchtendem Gelb hebt sich das Portrait einer jungen Frau ab. Ihr Haar ist auf bunte Wickler gerollt, ihr Gesicht ist wie in einer christlichen Ikonendarstellung eingerahmt. „Maidonna“ prangt in großen Buchstaben darunter. Priscilla, so ihr Name, war eine Maid, ein Hausmädchen, in Namibia. Bügeln, Waschen und geschundene Hände gehörten zu ihrem Alltag. Bis sie Andrew und Micha Weir traf. „Sie arbeitete für Freunde. Als die das Land verließen, baten sie uns, auf Priscilla zu achten. Das taten wir“, erzählt der in Kapstadt geborene Andrew Weir. Er und seine deutsche Frau Micha freundeten sich mit Priscilla an. Dann erkrankte sie am HI-Virus. Doch sie wollte sich nützlich machen, Geld verdienen, irgendetwas mit ihren Händen tun. Das war 2006. Kurzerhand gründeten die Weirs einen Design-Shop in Namibias Hauptstadt Windhuk: Möbel, Wohnaccessoires und Kleidung mit Digitaldrucken gibt es hier. Das ehemalige Hausmädchen Priscilla wurde zur ersten Mitarbeiterin und zum Gesicht von „Maid in Africa“: Ihr ikonenhaftes Bild hängt heute in jedem Shop von Namibia bis Südafrika und weist auch den Weg zum Haus der Weirs in Kapstadt, in dem das Paar heute lebt und arbeitet. In der Küche sitzt Micha Weir zwischen unzähligen Stoffproben, Kissen und Postern und betrachtet nachdenklich das Portrait der verstorbenen Freundin und Ideengeberin, das auch hier hängt. Fast jede fünfte Frau in Südafrika arbeitet als Maid – für einen Stundenlohn von etwa 34 Cent. „Es ist eine ganz bewusste Ehrung von Frauen wie Priscilla, die einen anonymen, undankbaren, aber sehr wichtigen Beruf ausüben“, sagt Weir. Eine Ehrung – und ein Spiel mit Worten und Klischees, das sich durch alle „Maid in Africa“-Designs zieht: Hausmädchen werden wie Madonneninszeniert, Schriftzüge auf Suppendosen weisen auf


Korruption und „verdunstete Träume“ hin, leere Cola-Kisten werden zu Sitzmöbeln mit Digitaldrucken umfunktioniert, deren Motiv die unzähligen illegalen Bars in den Townships sind. Immer wieder werden bekannte Markennamen und Schriftzüge verfremdet und ironisch eingesetzt. Das Ergebnis: Stylische Möbel, Wohnaccessoires und Kleidung in knallbunten Farben und detailverliebtem Design. Auch ein Bügelbrett könne so zum multifunktionalen Kunstwerk werden, meint Micha Weir: „Man kann es benutzen oder an die Wand hängen“. So wie in ihrer Küche: Aus der Ferne schön anzusehen, werden aus der Nähe Details sichtbar, die nachdenklich stimmen. So wie die Reproduktion einer Zeichnung von 1789, die die Weirs auf ein Bügelbrett druckten. Das Motiv: Das beengte, unmenschliche Innere eines britischen Sklavenschiffes, mit dem im 18. Jahrhundert afrikanische Sklaven verschifft wurden. Die Designs von Maid in Africa weisen auf Ungerechtigkeiten hin – ohne erhobenen Zeigefinger. Der ist auch gar nicht nötig: Die vermeintliche Leichtigkeit, mit der die hochwertigen, farbverliebten Designs daherkommen, und das Verharren auf den zweiten Blick machen aus den Unikaten Kunst.
Aus Bügelbrettern werden Kunstobjekte. Im Kapstädter Haus der Weirs, finden sich überall Objekte des Designer-Duos.
Aus der Freundin wurde das Gesicht des Labels: Das Portät der verstorbenen Priscilla weist auch den Weg zum Haus der Weirs in Kapstadt.
Inspiration überall: Die aufwendigen Designs der Weirs sind aus dem leben des Paares nicht mehr wegzudenken.

Text: Katharina Pfannkuch
Fotografien: Katharina Pfannkuch

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Dienstag, 14. April 2015

Locker lassen

http://fashioners.de/pdf/fashioners_de_S45_31_03_15.pdf


Locker lassen

Machtatee, Faszienfitness, Yoga und Detox-Kur: Wir surfen auf der neuen Gesundheitswelle. Was Jane Fonda in den Achtzigern in den Gymnastikeinteiler schlüpfen ließ, sorgt heute dafür, dass Frauen und Männer auf Matten das Entspannen lernen: die Motivation, gesund und schön zu sein. Das klappt aber nur, wenn der Mensch sich auf das Wesentliche konzentriert. Entschleunigung ist das Motto der Stunde.


Und es gilt auch in der Mode: Minimalismus tut der Seele gut. Lasst uns alle wieder rein und frei sein. Ballast abwerfen. Befreit von Konventionen und engen Röhrenjeans. Lust darauf? Dann lohnt sich ein Blick auf die neue Mode von Minx. Oversize-Blazer und schlanke Kleider aus weichen Materialien in Off-White mit sportiven Elementen umschmeicheln Sie - stilvoll, lässig und einfach entspannt. www.minx-mode.com

Text. Lea Becker
Fotografien: Minx

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Dienstag, 31. März 2015

DAS AUGE | Interview mit Deutschlands jüngstem Model-Headhunter Alexander David Kern

http://fashioners.de/pdf/fashioners_de_S44_25_03_15.pdf


DAS AUGE | Interview mit Deutschlands jüngstem Model-Headhunter Alexander David Kern.

Alexander, du bist der jüngste Headunter im deutschen Model-Business. Wie kamst Du zu diesem spannenden Job?
Da schon meine Mutter als Model und Choreographin tätig war und mittlerweile mehr als 20 Jahre Berufserfahrung in diesem Business hat, wurde mir der Job sozusagen in die Wiege gelegt - ich bin damit aufgewachsen. Nach meinem Schulabschluss wurde ich direkt als Model im Ausland tätig und habe mit Größen wie i-D Magazine, GQ, Stone Island und Dsquared gearbeitet. Immer wenn ich wieder in der Heimat war, habe ich in der Agentur ausgeholfen. Irgendwann wurde es mehr und mehr und so wurde ich zum Scout und Manager und leite nun, zusammen mit meiner wunderbaren Mutter, SMC MODEL MANAGEMENT.

Du arbeitest mit namenhaften Agenturen und Marken zusammen. Erzähl uns doch einwenig aus dem Alltag deines Top-Managements.
In der Regel arbeite ich im Büro der Agentur und verwalte die Charts und Optionen unserer Models, deren Jobs und Reisen. Spannend wird es immer kurz vor und während den Fashion Weeks in NY-London-Mailand-Paris. Diese finden ohne Break hintereinander statt und ich bin mit unseren New-Faces vor Ort und begleite sie zu meinen Kunden - wie etwa Prada, Gucci, Valentino und anderen. Meine etablierten Girls, wie Paulina King, machen ihre Appointments mittlerweile alleine. Man lernt sehr früh selbstständig zu arbeiten und erreicht so schon in jungen Jahren die für den Business wichtige Reife. Zwischendurch habe ich immer wieder Meetings mit Casting-Direktoren und unseren Kooperations-Agenturen im Ausland.

Man nennt Dich auch „Das Auge“. Worauf muss man bei der Auswahl der Modelle achten?
Worauf man achten muss ist natürlich die Größe (man kann auch Ausnahmen machen wenn jemand ein besonderes Face oder einen speziellen Look hat) und die Maße. Das erkenne ich mittlerweile ganz automatisch. Meistens handele ich aus dem Bauch, wenn ich die Mädchen anspreche. Ein Look gefällt mir, oder nicht. Mit meinem Geschmack liege ich meist richtig und wir starten sofort auf hohem Niveau. Ein gutes Beispiel ist Sarah Endres, über die das FASHIONERS ja schon berichtet hat. Man erkennt längst einen gewissen Stil meiner SMC-Girls - was natürlich super ist!





Viele junge Mädchen träumen von einem Job als Model. Worauf kommt es wirklich an, wenn man erfolgreich sein will?
Es ist nicht sofort Glamour und niemand wird sofort reich. Bis dahin ist es ein langer Weg. Bei der einen geht es etwas schneller, bei der anderen etwas langsamer. Es kommt drauf an, wie die zeitliche Verfügbarkeit und das Engagement des Models ausfallen. Ansonsten muss man viel Disziplin und Ausdauer mitbringen. Ehrgeiz ist sehr wichtig – aber in Maßen. Klappt der eine Job nicht, klappt dafür der andere. Das bringe ich meinen Schützlingen gleich zu Anfang bei. Ich war gerade mit einem unserer New-Faces in Paris - die ersten Tage hatte sie keine Job-Confirmations, dafür hat sie aber wenige Tage später für Chloé gearbeitet, mit Anna Wintour's US-Vogue sowie Emmanuele Alt's French-Vogue.

Was ist Deine kreative Ader? Was bedeutet Mode für Dich?
Meine kreative Ader ist, den richtgen Look für meine Models zu erkennen und ihnen ein „Tailored Management“ bieten zu können – ihnen ein Image zu verleihen - jedes Model ist individuell! Mode ist für mich wie eine Art Sprache, eine Kunstform, mit der jeder Mensch seine Stimmung ausdrücken kann. Mode versprüht Inspiration und kann Geschichten erzählen. Sie ist mehr als nur Kleidung – sie ist ein kreatives Gesamtkonzept!

Sicher hast Du eine Lebensweisheit – ein Motto. Was bewegt Dich?
"Mitleid bekommt man geschenkt, Neid muss man sich verdienen." (Robert Lembke) Was mich bewegt, ist meine Arbei und das, was ich damit Bewegen kann. Ich stehe morgens nicht auf und gehe zur Arbeit - ich verfolge meine Leidenschaft! Es ist ein tolles Gefühl das zu machen, was man liebt, sowie die Möglichkeit zu besitzen das Leben eines Mädchens zum Positiven zu verändern. „Im Supermarkt oder beim Shoppen entdeckt zu werden und 4 Wochen später auf der Pariser Fashion Week für Wolfgang Joops Wunderkind-Kollektion zu laufen … not bad!“ So, wie gerade bei meiner neuen Entdeckung Ronja van Rossum, ein Namen, den man sich merken sollte.

Tim von Lindenau im Gespräch mit Alexander David Kern
Fotografien: Dirk Uebele

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Donnerstag, 19. März 2015

Vom Wald an den Laufsteg | Wer ist der Mann hinter FASHIONERS?

http://fashioners.de/pdf/fashioners_de_S42_16_03_15.pdf


Vom Wald an den Laufsteg | Wer ist der Mann hinter FASHIONERS?

„Neugier ist Entzücken“, sagte schon der englische Philosoph Walter Charleston. Und tatsächlich: neugierig zu sein und zu bleiben, macht das Leben bunter. Das gilt auch für Erfahrungen – man muss sie machen, um davon profitieren zu können. Dementsprechend bunt ist auch der Lebenslauf des Chefredakteurs von FASHIONERS, Tim von Lindenau. Einige seiner wichtigsten Erfahrungen machte er – im Wald. Heute dagegen ist er in der Mode, der Kreativität und der „beautiful people“ zuhause und fühlt sich in beiden Welten wohl. Im Interview spricht Tim von Lindenau über seine Erlebnisse… 

Tim, was macht FASHIONERS für Dich so besonders?
Für mich ist das FASHIONERS vor allem dadurch besonders, da wir durch unsere unkommerzielle Darstellung und das besonders kreative Layout das kommunizieren, was Mode wirklich ist: Mode ist gefühlte Kreativität. Sie bewegt uns alle – jeden Tag. Was mich am FASHIONERS motiviert, ist, dass wir mit unserem Magazin an einem überfüllten Wochentag Menschen inspirieren können und ihnen auf diesem Weg zu persönlichem Ausdruck und damit auch zu mehr Lebensfreude verhelfen können. Kritiker würden sagen, diese Lebensfreude sei oberflächlich. Aber was genau tragen SIE zu welchem Zweck? Ganz persönlich betrachtet ist das FASHIONERS für mich ein ganz wunderbarer Netzwerkknotenpunkt, um viele interessante Menschen kennenlernen zu können und nach Möglichkeit gemeinsam mit ihnen etwas Positives zu bewegen.

Was fasziniert Dich an der Mode?
Faszination? Ich habe als Jungspund Ende der 80er Jahre meine Klamotten umgenäht und auch eigene entworfen. Mit 13 Jahren machte ich in Köln Straßenmusik um mein Taschengeld aufzubessern – in selbst genähten Klamotten, um ein wenig aufzufallen. Das hat sich damals echt gelohnt. Ich hatte in vielen Phasen meines Lebens einen ganz eigenen Stil. Einen Stil, der fast unmöglich von der Stange herunter zu realisieren war. Auch heute, wo ich mich eher als spießig-gekleidet bezeichnen würde, finde ich selten das, was mir gefällt. Und genau das mag ich an Mode: Sie ist der Ausdruck der eigenen Individualität. Für viele und auch für mich etwas ganz Persönliches.

Hast Du eine modische Schwäche?
Wie beschreibst Du Deinen eigenen Stil? Ja sicher! Ich mag Hosen mit Bootcut. Röhren oder Möhren finde ich furchtbar. Ich trage auch nur Slim-fit – am Besten auf Taille geschnitten. Weite Kartoffelsäcke, wie sie in der Herrenmode weit verbreitet sind, kommen mir nicht auf den Leib. Klassische und zeitlose Schnitte sind für mich ein sicherer Garant für Stil. Auch Farbe und Stoff müssen stimmen. Bei der Wahl der Farben suche ich oft vergebens und ein hochwertiger Stoff hat eben auch seinen Preis.

Wo siehst Du FASHIONERS in einem und in fünf Jahren?
Für diese Antwort braucht es etwas Mut. Aber ich bin der festen Überzeugung, dass wir in einem Jahr eine top eingespielte Redaktion mit einem beachtlichen Netzwerk und Kundenstamm haben. Die Anfänge des Magazins sprechen da deutlich für sich. Von der ersten Stunde an sprangen die besten Leute und Marken mit ins Boot, die man sich wünschen kann - und das in erstaunlich kurzer Zeit. In fünf Jahren werden wir, so die Welt nicht unter geht, ganz sicher all das erreicht haben, was sich ein Mode-Magazin erträumen kann. So viel zu mutigen Antworten.




Zu Deinem Lebenslauf gehört unter anderem auch, dass Du ein Jahr lang im Wald gelebt hast. Was war dazu Deine Motivation?
Ein Thema das mich nicht loslässt. Ich war Anfang 20 ein ziemlich erfolgreicher Jungunternehmer. In all der Arbeit und im Zweifel an dessen Hintergründen beschloss ich, mich erst einmal selbst vernünftig kennenzulernen und wenn möglich einen Blick hinter die Kulissen des Lebens zu wagen. Da man im Wald am ehesten die dazu nötige Ruhe findet, ließ ich alles zurück und wagte den Schritt, mich auf dieses verrückte Abenteuer einzulassen: allein im Wald ohne Dach, Fernseher und Käsebrot. Ich schreibe gerade an einem ziemlich kontrairen Buch, das den Wald und die gehobene Gesellschaft gegenüberstellt. Sicher gibt es darin, eine Menge zu diesem Thema zu lesen.

Welche Erkenntnisse hat diese Zeit für Dich persönlich gebracht – wie hat sie Dich verändert?
 Ich habe erfahren, dass die Welt wie wir sie in der Hektik des Alltags erleben, nur ein Bruchteil von dem ist, was sie wirklich ausmacht. Ich habe gelernt, dass in uns selbst Welten verborgen liegen, die wir im Treiben der gesellschaftlichen Zwänge nur schwer entdecken können. In allem steckt noch viel mehr als wir für möglich halten. Diese Erkenntnis hat mein Leben stark geprägt. Und die Erfahrungen, die ich auf meinen vielen Reisen gemacht habe, beeinflussen mein Handeln ganz erheblich. Nur ganz kurz: Wir alle müssen mehr Verantwortung übernehmen und wir müssen lernen uns unvoreingenommen für Neues, vielleicht auch für Vergangenes, zu öffnen.

Gibt es für Dich Parallelen zwischen dem Wald und der Welt der Mode?
Ganz sicher gibt es Parallelen zwischen dem Wald und unserer Gesellschaft. Mit Mode hat der Wald allerdings wenig gemein. Vielleicht habe ich bisher etwas übersehen, aber die wenigen, meist Umwelteinflüssen unterlegenen Trends im Wald, haben sicher nicht viel mit gemeinschaftlicher Kreativität zu tun – abgesehen von der Kreativität der Natur, die durch das grüne Kollektiv Muster und Farben zustande bringt, die nahezu unvergänglich schön sind.

Welchen ungewöhnlichen Lebenstraum möchtest Du Dir noch erfüllen? 
Ein Traumhaus direkt an der Küste als sichere Burg und Rückzugspunkt gehört wohl zu den Träumen, die ich als materiell bezeichnen würde. So ohne Nachbarn mit einem schönen kleinen Wald im Rücken. Später möchte (ach was sage ich) – werde ich, noch mehr schreiben und Wissen verwerten. Ich steh ungemein auf Ungewöhnliches und Spannendes aus aller Welt. Ich beschäftige mich gern mit unkonventionellen Blickwinkeln und fragwürdigen Fakten und Theorien. Ich denke diese Beschäftigung, verbunden mit Recherche-Reisen und Veröffentlichungen, reicht mir zum Träumen.

www.timvonlindenau.de


Interview: Andrea Abrell mit Tim von Lindenau
Fotografie: Claudio Di Lucia

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Dienstag, 17. März 2015

Wellness pur | 5-Sterne Erholung im Hohenloher Land

http://fashioners.de/pdf/fashioners_de_S41_15_03_15.pdf


Wellness pur | 5-Sterne Erholung im Hohenloher Land

Das 5-Sterne Superior Wald & Schlosshotel Friedrichsruhe im Baden-Württembergischen Hohenloher Land, wurde in diesem Jahr bereits zum fünften Mal in Folge vom renommierten „Relax Guide” als bestes deutsches Wellness-Hotel ausgezeichnet. Das schmucke Schloss wurde 1712 bis 1717 unter Graf Johann Friedrich II. als Gästehaus der fürstlichen Familie zu Hohenlohe erbaut. Später ließ man das Anwesen in ein exklusives Hotel verwandeln, dessen historisches Ambiente sich heute mit modernstem Komfort vereint. Erst vor wenigen Jahren entstand eine einzigartige Spa- und Bäderwelt, die ihresgleichen sucht. Ein Paradies für Körper und Seele: 13 Behandlungsräume, ein großer Innen- und Außenpool, eine sehr umfangreiche Saunalandschaft mit mehreren großzügigen Ruheräumen, eine exklusive Spa-Suite, das Rasulbad,



 ein Fitnesscenter und einige weitere Angebote, lassen bei Gästen keine Wünsche offen. Sogar eine hauseigene Pflegeserie mit dem wohlklingenden Namen „SanVino“, gewonnen aus den Trauben der Hohenloher Weinberge, unterstützt nicht nur das Wohlbefinden, sondern verstärkt zudem den Zellschutz der Haut. Feinschmecker werden unter der Leitung des Sternekochs Boris Benecke in vier verschiedenen Restaurants verwöhnt, Maître Dominique Metzger sorgt für einen ausgezeichneten Service und Jochen Benz, der zu den 50 besten Sommeliers Deutschlands gehört, kümmert sich um den passenden Wein. Ob in der Hotelbar, auf der Terrasse, oder an kälteren Tagen im Kaminzimmer – genießen Sie edle Weine und Cocktails oder nutzen Sie den direkt am Hotel angrenzenden parkähnlich angelegten 27-Loch-Golfplatz mit altem Baumbestand. Das ist Wellness!


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Montag, 2. März 2015

Karlotta Arnold | Der Sneaker-Dresscode

http://fashioners.de/pdf/fashioners_de_S40_01_03_15.pdf


Karlotta Arnold | Der Sneaker-Dresscode

Karlotta Arnold ist eine außergewöhnliche junge Moderatorin, die als Reporterin für Galileo (Pro7) den Dingen auf den Grund geht, dabei knifflige Fragen beantwortet und spannende Abenteuer besteht. Und was ist an Karlotta so außergewöhnlich? Es ist nicht nur Ihr Charme und ihre natürliche einnehmende Art – es sind vor allem Ihre Sneakers. Karlotta liebt Sneakers, und sie scheut nicht den Kontrast eines Abendkleides mit ihren sportlichen Lieblingen! Nach Abschluss der Frank-Elstner Masterclass stieg die frischgebackene Moderatorin gleich ins Fernsehgeschäft ein: „Ich muss schon sagen, das ist ein ziemlich cooler Job, über den ich mich gerade sehr freue“, so Karlotta, die aktuell ständig im Flieger sitzt, um rund um die Welt Neues zu erleben. Bevor es ins TV-Geschäft ging, führte Karlotta Promi-Interviews auf verschiedenen YouTube-Kanälen. Darüber hinaus moderierte sie vor den Reporterjobs für Galileo auch eine wöchentliche Regionalsendung beim Privatsender WMZ: „Frankfurt im Bild“. Nun sitzt sie selbst im Interview und erzählt von Ihrem Style und Ihrer Liebe zum Turnschuh.


„Ich würde gerne komplett in die Moderation einsteigen und dabei den Action-Themen treu bleiben. Ich bin nicht wirklich das Mädchen mit den High Heels, sondern ganz klar der sportliche Typ.“ So Karlotta auf die Frage, was sie für Ihre Zukunft plant. „Ich habe zwei Schränke voll mit Sneakers“, verrät sie, aber eine genaue Zahl hat sie nicht im Kopf. „Die Bequemlichkeit war ausschlaggebend bei meinem Tick. Zudem gibt es so viele verschiedene Designs, das man sie einfach zu jedem Outfit tragen kann.“ Ihr Favorit ist im Übrigen der Adidas ZX FLUX. „Weil der so leicht ist und ich so viel unterwegs bin, ist das im Moment mein idealer Schuh. Ich hab schon sieben Paar davon.“ Karlotta liebt und pflegt ihre Sneakers: „Die werden nicht bis auf den Tod durchgerockt.“ Auf Veranstaltungen gibt sich die junge Moderatorin selbstbewusst mit ihrem sportlichen Style - selbst auf dem roten Teppich. „Wenn das Gesamtbild stimmig ist und der Sneaker zur edlen Garderobe passt, kann das eine tolle Mischung ergeben. Wenn der Schuh entsprechend aus einer edlen Kollektion stammt, dann werden einem wohl auch die strengen Dresser einen solchen Mix verzeihen.“ Finden wir auch! Denn wenn man als Mann aktuell bunte Sneakers zum Anzug tragen darf, dann sollten auch die Damen hier Akzente setzen dürfen!

Karlotta Arnold im Gespräch mit Tim von Lindenau
Fotografie für Fashioners: Felix Rachor

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Donnerstag, 26. Februar 2015

Sexy Fast-Food Fashion

http://fashioners.de/pdf/fashioners_de_S39_24_02_15.pdf


Sexy Fast-Food Fashion

Hand aufs Herz: Wie geht es Ihnen, wenn Sie von einer langen Party-Nacht auf dem Heimweg sind ? Gehen Sie direkt über los – oder machen Sie doch noch einen Abstecher in den nächsten Burger-Laden oder die Pommesbude an der Ecke? Sie sind noch high vom Feiern und plötzlich packt Sie die Lust… . Nein, ich meine nicht (nur) die Lust, an die Sie gerade vermutlich denken, sondern an die Lust auf Fast Food. Aber nicht nur nach der Party sind Pizza, Pommes und Burger sexy. Das findet zumindest Jeremy Scott, Designer von Moschino. Er verlieh dem bekannten gelben M auf rotem Hintergrund eine ganz neue Bedeutung. Pommesverpackungen wurden als Handtasche zweckentfremdet, die Arbeitskluft der Mitarbeiterinnen hatte ihren großen Auftritt als Abendkleid und manch ein Model wurde auch zur Schokolade umgestylt. Diese Kollektion trägt den einfachen und eingängigen Titel „I’m loving it“, der Fast-Food-Fans bekannt vorkommen dürfte… Auch Popsängerin und Fashion-Ikone Katie Perry hat sich diesem Trend angeschlossen und zeigte sich fröhlich als überdimensionale Salami-Pizza auf dem roten Teppich.


Seitdem ist die Italo-Spezialität zur beliebten Inspiration der fashion-crowd geworden. Der Trend zum Anbeißen findet sich in einem weiten Sweatshirt mit dem Aufdruck „Pizza Slut“ (dt.: Pizza- Schlampe, ein kleines Wortspiel mit dem Namen einer amerikanischen Pizza-Kette), oder einem Abendkleid mit einem Pizza-Bustier. Doch nicht nur bei den Designern, sondern auch in der Fashion- und Beauty-Fotografie sind Leckereien ein beliebtes Accessoire. Der New Yorker Beauty-Fotograf Jamie Nelson inszenierte zum Beispiel Face-Shots, während sein Model an einem bunten Eis schleckt. Die Fashion-Welt ist sich einig: Fast Food ist sexy. Ob als Accessoire in eleganten Fotostrecken oder als Kleidungsstück. Denn nicht nur die heiß ersehnten Snacks nach einer wilden Party-Nacht machen den Betrachter „hungrig“, sondern auch die herumlaufenden Pommes, Pizzas und Co.

Text: Stella Kirchner
Fotografie: Salima Kehr

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Montag, 23. Februar 2015

Beauty goes Bauhaus

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Beauty goes Bauhaus

Wie eng Kunst und Beauty verbunden sind, zeigt in diesem Frühjahr Artdeco: In Zusammenarbeit mit dem spanischen Modedesigner Emilio de la Morena ent-stand der neue Look für Frühjahr und Sommer. Morena ist von den einfachen und geometrischen Formen der Bauhaus-Ära fasziniert – und es ist kein Wunder, dass seine Kollektion dem Schweizer Künstler und Architekten Max Bill gewidmet ist, der als „Bauhaus-Jünger“ gilt. Sein Gemälde „graphische Reihen“ stand Pate für die limitierte Beauty Box-Design, die im Mittelpunkt der aktuellen Make-up Linie von Artdeco steht.


Die Farben dieser Kollektion überzeugen mit gekonnten Kontrasten aus kräftigem Pink und dunklem Violett mit zarten Pastellen wie Rosé und Mint. Dieser Grünton spielt bei dem extravaganten Augen-Make-up der Saison eine besondere Rolle: Im inneren Augenwinkel auf-getragen und sanft nach oben verwischt, schafft er ganz neue, farbige Akzente.

Text: Andrea Abrell
Fotografie: Artdeco

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Dienstag, 17. Februar 2015

Sarah Endres im Gespräch. „Mode ist Ausdruck von Stimmung und Persönlichkeit“

http://fashioners.de/pdf/fashioners_de_S37_16_02_15.pdf


Sarah Endres im Gespräch | „Mode ist Ausdruck von Stimmung und Persönlichkeit“

Miu Miu, Missoni, Moncler, Alberta Ferretti, Christoph Lemaire und die Vogue haben eines gemeinsam: Sie alle glauben an das Talent des 18-Jährigen Nachwuchsmodels Sarah Endres. Die Schülerin aus Pfinztal bei Karlsruhe hat erst im März letzten Jahres bei SMC ihre Model-Karriere begonnen und innerhalb weniger Monate die Laufstege von Mailand und Paris erobert, was einmal mehr auch für die Stärke des „SMC Model Managements“ spricht. Gemeinsam mit ihrer Schwester Evangeline, die ebenfalls modelt, ist sie in den Modehauptstädten Europas von Casting zu Casting gezogen und hat Laufsteg-Jobs für viele international bekannte Marken ergattert. „Wenn meine Schwester mit dabei ist, fühle ich mich wie zu Hause. Wir haben eine sehr enge Beziehung“, schwärmt Sarah. Der Casting-Marathon habe auch keinen Druck auf sie aufgebaut. „Ich gehe noch zur Schule und wohne zu Hause, da bin ich nicht zwangsläufig auf das Geld angewiesen und kann es auch verkraften, hin und wieder nicht gebucht zu werden“, gibt sich Sarah gelassen. Doch trotz ihrer Erfolge in der heiß umkämpften Fashion-Industrie pausiert sie für die nächsten Monate von der Glitzer- und Glamour-Welt. „Im Frühjahr bereite ich mich auf mein Abitur vor. Aber danach möchte ich das Modeln erst einmal zu meinem Hauptberuf machen und international richtig durchstarten“, erklärt das selbstbewusste Nachwuchsmodel, „wenn ich dann ein paar Jahre erfolgreich gearbeitet habe, kann ich mir auch ein Studium im Bereich





Kommunikationswissenschaften und Public Relations vorstellen.“ So könnte sie auch nach dem Modeln weiterhin in der Fashion-Branche arbeiten. Mode ist für Sarah Endres schon immer ein wesentlicher Bestandteil in ihrem Leben gewesen. „Ich habe mich schon sehr lange für Design und die Wirkung unterschiedlicher Kleidungsstile interessiert. Mit meiner eigenen Kleidung drücke ich meine Persönlichkeit und meine Stimmung aus“, erzählt sie, „ich finde es auch immer sehr interessant, wie sich andere Menschen kleiden.“ Diese Begeisterung ist ein Grund für sie gewesen, mit dem Modeln anzufangen. „Ich liebe es, in der Welt herumzukommen und neue Orte zu sehen“, schwärmt die Baden-Württembergerin, „aber das Schönste an diesem Job ist das Gefühl, wenn ich auf dem Catwalk laufe. Ich fühle mich als Teil eines großen Ganzen und repräsentiere eine bekannte Marke.“ Zum Schluss des Gespräches betont Sarah noch einmal, wie wichtig es ist, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen und nach den eigenen Wünschen zu gestalten. „Das Leben ist wie ein Buch, für das du die Geschichten selbst schreibst.“

www.supermodelsconnect.com

Sarah Endres im Gespräch mit Tim von Lindenau,
aufgezeichnet von Stella Kirchner
Fotografie: Schmidt und Gorges

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Donnerstag, 12. Februar 2015

Mythos Zigarette

http://fashioners.de/pdf/fashioners_de_S36_11_02_15.pdf


Mythos Zigarette

Rauchen ist out – schon seit Jahren. Der Konsum von Zigaretten, Zigarren und Zigarillos schadet der Gesundheit, beschleunigt die Hautalterung, verfärbt die Zähne, belästigt alle in der Umgebung mit den Negativauswirkungen des Passivrauchens … Die Liste könnte endlos weiter gehen. Sich mit Glimmstängel in der Hand sehen zu lassen, ist längst nicht mehr angesagt. Unter visuellen Aspekten ist das jedoch schade, denn mit dem allmählichen Verschwinden der Tabakwaren stirbt auch eine ganz besondere Art der Modefotografie aus: die Zigaretten-Fotos. In diese Kategorie fällt eine Horst P. Horst-Porträtaufnahme der jungen Coco Chanel - ausgestreckt auf einer Chaiselongue mit Zigarettenstummel in der Hand. Ebenso wie ein Irving-Penn-Foto aus dem Jahr 1952, das Supermodel Lisa Fonssagrives im Profil zeigt - mit Dior-Hut, Martini und Zigarette.


Tabakwaren als Requisiten setzte auch Jean-Loup Sieff 1964 geschickt in Szene für ein Harper’s Bazaar-Modefoto, auf dem ein hellhäutiges weibliches Model ihren Zigarillo an der Zigarette eines dunkelhäutigen Männer-Models anzündet. In alten Hollywoodfilmen tauchen immer wieder glamouröse Raucher auf: Rita Hayworth als Gilda in schwarzer Satin-Robe mit Zigarette in der Hand, Audrey Hepburn als Holly Golightly mit überlanger Zigarettenspitze, Bogart und Bacall, die sich gegenseitig Feuer geben, … So gut die Gründe sein mögen, mit dem Rauchen aufzuhören, zumindest als Fotorequisiten sollten Zigaretten wieder ein wenig mehr in Mode kommen: Denn sie verleihen den Fotos Glamour, Sex-Appeal und eine Portion Verruchtheit.

Text: Vera Hohleiter
Fotografie: Michael J. Rüttger

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