Dienstag, 31. März 2015

DAS AUGE | Interview mit Deutschlands jüngstem Model-Headhunter Alexander David Kern

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DAS AUGE | Interview mit Deutschlands jüngstem Model-Headhunter Alexander David Kern.

Alexander, du bist der jüngste Headunter im deutschen Model-Business. Wie kamst Du zu diesem spannenden Job?
Da schon meine Mutter als Model und Choreographin tätig war und mittlerweile mehr als 20 Jahre Berufserfahrung in diesem Business hat, wurde mir der Job sozusagen in die Wiege gelegt - ich bin damit aufgewachsen. Nach meinem Schulabschluss wurde ich direkt als Model im Ausland tätig und habe mit Größen wie i-D Magazine, GQ, Stone Island und Dsquared gearbeitet. Immer wenn ich wieder in der Heimat war, habe ich in der Agentur ausgeholfen. Irgendwann wurde es mehr und mehr und so wurde ich zum Scout und Manager und leite nun, zusammen mit meiner wunderbaren Mutter, SMC MODEL MANAGEMENT.

Du arbeitest mit namenhaften Agenturen und Marken zusammen. Erzähl uns doch einwenig aus dem Alltag deines Top-Managements.
In der Regel arbeite ich im Büro der Agentur und verwalte die Charts und Optionen unserer Models, deren Jobs und Reisen. Spannend wird es immer kurz vor und während den Fashion Weeks in NY-London-Mailand-Paris. Diese finden ohne Break hintereinander statt und ich bin mit unseren New-Faces vor Ort und begleite sie zu meinen Kunden - wie etwa Prada, Gucci, Valentino und anderen. Meine etablierten Girls, wie Paulina King, machen ihre Appointments mittlerweile alleine. Man lernt sehr früh selbstständig zu arbeiten und erreicht so schon in jungen Jahren die für den Business wichtige Reife. Zwischendurch habe ich immer wieder Meetings mit Casting-Direktoren und unseren Kooperations-Agenturen im Ausland.

Man nennt Dich auch „Das Auge“. Worauf muss man bei der Auswahl der Modelle achten?
Worauf man achten muss ist natürlich die Größe (man kann auch Ausnahmen machen wenn jemand ein besonderes Face oder einen speziellen Look hat) und die Maße. Das erkenne ich mittlerweile ganz automatisch. Meistens handele ich aus dem Bauch, wenn ich die Mädchen anspreche. Ein Look gefällt mir, oder nicht. Mit meinem Geschmack liege ich meist richtig und wir starten sofort auf hohem Niveau. Ein gutes Beispiel ist Sarah Endres, über die das FASHIONERS ja schon berichtet hat. Man erkennt längst einen gewissen Stil meiner SMC-Girls - was natürlich super ist!





Viele junge Mädchen träumen von einem Job als Model. Worauf kommt es wirklich an, wenn man erfolgreich sein will?
Es ist nicht sofort Glamour und niemand wird sofort reich. Bis dahin ist es ein langer Weg. Bei der einen geht es etwas schneller, bei der anderen etwas langsamer. Es kommt drauf an, wie die zeitliche Verfügbarkeit und das Engagement des Models ausfallen. Ansonsten muss man viel Disziplin und Ausdauer mitbringen. Ehrgeiz ist sehr wichtig – aber in Maßen. Klappt der eine Job nicht, klappt dafür der andere. Das bringe ich meinen Schützlingen gleich zu Anfang bei. Ich war gerade mit einem unserer New-Faces in Paris - die ersten Tage hatte sie keine Job-Confirmations, dafür hat sie aber wenige Tage später für Chloé gearbeitet, mit Anna Wintour's US-Vogue sowie Emmanuele Alt's French-Vogue.

Was ist Deine kreative Ader? Was bedeutet Mode für Dich?
Meine kreative Ader ist, den richtgen Look für meine Models zu erkennen und ihnen ein „Tailored Management“ bieten zu können – ihnen ein Image zu verleihen - jedes Model ist individuell! Mode ist für mich wie eine Art Sprache, eine Kunstform, mit der jeder Mensch seine Stimmung ausdrücken kann. Mode versprüht Inspiration und kann Geschichten erzählen. Sie ist mehr als nur Kleidung – sie ist ein kreatives Gesamtkonzept!

Sicher hast Du eine Lebensweisheit – ein Motto. Was bewegt Dich?
"Mitleid bekommt man geschenkt, Neid muss man sich verdienen." (Robert Lembke) Was mich bewegt, ist meine Arbei und das, was ich damit Bewegen kann. Ich stehe morgens nicht auf und gehe zur Arbeit - ich verfolge meine Leidenschaft! Es ist ein tolles Gefühl das zu machen, was man liebt, sowie die Möglichkeit zu besitzen das Leben eines Mädchens zum Positiven zu verändern. „Im Supermarkt oder beim Shoppen entdeckt zu werden und 4 Wochen später auf der Pariser Fashion Week für Wolfgang Joops Wunderkind-Kollektion zu laufen … not bad!“ So, wie gerade bei meiner neuen Entdeckung Ronja van Rossum, ein Namen, den man sich merken sollte.

Tim von Lindenau im Gespräch mit Alexander David Kern
Fotografien: Dirk Uebele

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Donnerstag, 19. März 2015

Vom Wald an den Laufsteg | Wer ist der Mann hinter FASHIONERS?

http://fashioners.de/pdf/fashioners_de_S42_16_03_15.pdf


Vom Wald an den Laufsteg | Wer ist der Mann hinter FASHIONERS?

„Neugier ist Entzücken“, sagte schon der englische Philosoph Walter Charleston. Und tatsächlich: neugierig zu sein und zu bleiben, macht das Leben bunter. Das gilt auch für Erfahrungen – man muss sie machen, um davon profitieren zu können. Dementsprechend bunt ist auch der Lebenslauf des Chefredakteurs von FASHIONERS, Tim von Lindenau. Einige seiner wichtigsten Erfahrungen machte er – im Wald. Heute dagegen ist er in der Mode, der Kreativität und der „beautiful people“ zuhause und fühlt sich in beiden Welten wohl. Im Interview spricht Tim von Lindenau über seine Erlebnisse… 

Tim, was macht FASHIONERS für Dich so besonders?
Für mich ist das FASHIONERS vor allem dadurch besonders, da wir durch unsere unkommerzielle Darstellung und das besonders kreative Layout das kommunizieren, was Mode wirklich ist: Mode ist gefühlte Kreativität. Sie bewegt uns alle – jeden Tag. Was mich am FASHIONERS motiviert, ist, dass wir mit unserem Magazin an einem überfüllten Wochentag Menschen inspirieren können und ihnen auf diesem Weg zu persönlichem Ausdruck und damit auch zu mehr Lebensfreude verhelfen können. Kritiker würden sagen, diese Lebensfreude sei oberflächlich. Aber was genau tragen SIE zu welchem Zweck? Ganz persönlich betrachtet ist das FASHIONERS für mich ein ganz wunderbarer Netzwerkknotenpunkt, um viele interessante Menschen kennenlernen zu können und nach Möglichkeit gemeinsam mit ihnen etwas Positives zu bewegen.

Was fasziniert Dich an der Mode?
Faszination? Ich habe als Jungspund Ende der 80er Jahre meine Klamotten umgenäht und auch eigene entworfen. Mit 13 Jahren machte ich in Köln Straßenmusik um mein Taschengeld aufzubessern – in selbst genähten Klamotten, um ein wenig aufzufallen. Das hat sich damals echt gelohnt. Ich hatte in vielen Phasen meines Lebens einen ganz eigenen Stil. Einen Stil, der fast unmöglich von der Stange herunter zu realisieren war. Auch heute, wo ich mich eher als spießig-gekleidet bezeichnen würde, finde ich selten das, was mir gefällt. Und genau das mag ich an Mode: Sie ist der Ausdruck der eigenen Individualität. Für viele und auch für mich etwas ganz Persönliches.

Hast Du eine modische Schwäche?
Wie beschreibst Du Deinen eigenen Stil? Ja sicher! Ich mag Hosen mit Bootcut. Röhren oder Möhren finde ich furchtbar. Ich trage auch nur Slim-fit – am Besten auf Taille geschnitten. Weite Kartoffelsäcke, wie sie in der Herrenmode weit verbreitet sind, kommen mir nicht auf den Leib. Klassische und zeitlose Schnitte sind für mich ein sicherer Garant für Stil. Auch Farbe und Stoff müssen stimmen. Bei der Wahl der Farben suche ich oft vergebens und ein hochwertiger Stoff hat eben auch seinen Preis.

Wo siehst Du FASHIONERS in einem und in fünf Jahren?
Für diese Antwort braucht es etwas Mut. Aber ich bin der festen Überzeugung, dass wir in einem Jahr eine top eingespielte Redaktion mit einem beachtlichen Netzwerk und Kundenstamm haben. Die Anfänge des Magazins sprechen da deutlich für sich. Von der ersten Stunde an sprangen die besten Leute und Marken mit ins Boot, die man sich wünschen kann - und das in erstaunlich kurzer Zeit. In fünf Jahren werden wir, so die Welt nicht unter geht, ganz sicher all das erreicht haben, was sich ein Mode-Magazin erträumen kann. So viel zu mutigen Antworten.




Zu Deinem Lebenslauf gehört unter anderem auch, dass Du ein Jahr lang im Wald gelebt hast. Was war dazu Deine Motivation?
Ein Thema das mich nicht loslässt. Ich war Anfang 20 ein ziemlich erfolgreicher Jungunternehmer. In all der Arbeit und im Zweifel an dessen Hintergründen beschloss ich, mich erst einmal selbst vernünftig kennenzulernen und wenn möglich einen Blick hinter die Kulissen des Lebens zu wagen. Da man im Wald am ehesten die dazu nötige Ruhe findet, ließ ich alles zurück und wagte den Schritt, mich auf dieses verrückte Abenteuer einzulassen: allein im Wald ohne Dach, Fernseher und Käsebrot. Ich schreibe gerade an einem ziemlich kontrairen Buch, das den Wald und die gehobene Gesellschaft gegenüberstellt. Sicher gibt es darin, eine Menge zu diesem Thema zu lesen.

Welche Erkenntnisse hat diese Zeit für Dich persönlich gebracht – wie hat sie Dich verändert?
 Ich habe erfahren, dass die Welt wie wir sie in der Hektik des Alltags erleben, nur ein Bruchteil von dem ist, was sie wirklich ausmacht. Ich habe gelernt, dass in uns selbst Welten verborgen liegen, die wir im Treiben der gesellschaftlichen Zwänge nur schwer entdecken können. In allem steckt noch viel mehr als wir für möglich halten. Diese Erkenntnis hat mein Leben stark geprägt. Und die Erfahrungen, die ich auf meinen vielen Reisen gemacht habe, beeinflussen mein Handeln ganz erheblich. Nur ganz kurz: Wir alle müssen mehr Verantwortung übernehmen und wir müssen lernen uns unvoreingenommen für Neues, vielleicht auch für Vergangenes, zu öffnen.

Gibt es für Dich Parallelen zwischen dem Wald und der Welt der Mode?
Ganz sicher gibt es Parallelen zwischen dem Wald und unserer Gesellschaft. Mit Mode hat der Wald allerdings wenig gemein. Vielleicht habe ich bisher etwas übersehen, aber die wenigen, meist Umwelteinflüssen unterlegenen Trends im Wald, haben sicher nicht viel mit gemeinschaftlicher Kreativität zu tun – abgesehen von der Kreativität der Natur, die durch das grüne Kollektiv Muster und Farben zustande bringt, die nahezu unvergänglich schön sind.

Welchen ungewöhnlichen Lebenstraum möchtest Du Dir noch erfüllen? 
Ein Traumhaus direkt an der Küste als sichere Burg und Rückzugspunkt gehört wohl zu den Träumen, die ich als materiell bezeichnen würde. So ohne Nachbarn mit einem schönen kleinen Wald im Rücken. Später möchte (ach was sage ich) – werde ich, noch mehr schreiben und Wissen verwerten. Ich steh ungemein auf Ungewöhnliches und Spannendes aus aller Welt. Ich beschäftige mich gern mit unkonventionellen Blickwinkeln und fragwürdigen Fakten und Theorien. Ich denke diese Beschäftigung, verbunden mit Recherche-Reisen und Veröffentlichungen, reicht mir zum Träumen.

www.timvonlindenau.de


Interview: Andrea Abrell mit Tim von Lindenau
Fotografie: Claudio Di Lucia

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Dienstag, 17. März 2015

Wellness pur | 5-Sterne Erholung im Hohenloher Land

http://fashioners.de/pdf/fashioners_de_S41_15_03_15.pdf


Wellness pur | 5-Sterne Erholung im Hohenloher Land

Das 5-Sterne Superior Wald & Schlosshotel Friedrichsruhe im Baden-Württembergischen Hohenloher Land, wurde in diesem Jahr bereits zum fünften Mal in Folge vom renommierten „Relax Guide” als bestes deutsches Wellness-Hotel ausgezeichnet. Das schmucke Schloss wurde 1712 bis 1717 unter Graf Johann Friedrich II. als Gästehaus der fürstlichen Familie zu Hohenlohe erbaut. Später ließ man das Anwesen in ein exklusives Hotel verwandeln, dessen historisches Ambiente sich heute mit modernstem Komfort vereint. Erst vor wenigen Jahren entstand eine einzigartige Spa- und Bäderwelt, die ihresgleichen sucht. Ein Paradies für Körper und Seele: 13 Behandlungsräume, ein großer Innen- und Außenpool, eine sehr umfangreiche Saunalandschaft mit mehreren großzügigen Ruheräumen, eine exklusive Spa-Suite, das Rasulbad,



 ein Fitnesscenter und einige weitere Angebote, lassen bei Gästen keine Wünsche offen. Sogar eine hauseigene Pflegeserie mit dem wohlklingenden Namen „SanVino“, gewonnen aus den Trauben der Hohenloher Weinberge, unterstützt nicht nur das Wohlbefinden, sondern verstärkt zudem den Zellschutz der Haut. Feinschmecker werden unter der Leitung des Sternekochs Boris Benecke in vier verschiedenen Restaurants verwöhnt, Maître Dominique Metzger sorgt für einen ausgezeichneten Service und Jochen Benz, der zu den 50 besten Sommeliers Deutschlands gehört, kümmert sich um den passenden Wein. Ob in der Hotelbar, auf der Terrasse, oder an kälteren Tagen im Kaminzimmer – genießen Sie edle Weine und Cocktails oder nutzen Sie den direkt am Hotel angrenzenden parkähnlich angelegten 27-Loch-Golfplatz mit altem Baumbestand. Das ist Wellness!


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Montag, 2. März 2015

Karlotta Arnold | Der Sneaker-Dresscode

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Karlotta Arnold | Der Sneaker-Dresscode

Karlotta Arnold ist eine außergewöhnliche junge Moderatorin, die als Reporterin für Galileo (Pro7) den Dingen auf den Grund geht, dabei knifflige Fragen beantwortet und spannende Abenteuer besteht. Und was ist an Karlotta so außergewöhnlich? Es ist nicht nur Ihr Charme und ihre natürliche einnehmende Art – es sind vor allem Ihre Sneakers. Karlotta liebt Sneakers, und sie scheut nicht den Kontrast eines Abendkleides mit ihren sportlichen Lieblingen! Nach Abschluss der Frank-Elstner Masterclass stieg die frischgebackene Moderatorin gleich ins Fernsehgeschäft ein: „Ich muss schon sagen, das ist ein ziemlich cooler Job, über den ich mich gerade sehr freue“, so Karlotta, die aktuell ständig im Flieger sitzt, um rund um die Welt Neues zu erleben. Bevor es ins TV-Geschäft ging, führte Karlotta Promi-Interviews auf verschiedenen YouTube-Kanälen. Darüber hinaus moderierte sie vor den Reporterjobs für Galileo auch eine wöchentliche Regionalsendung beim Privatsender WMZ: „Frankfurt im Bild“. Nun sitzt sie selbst im Interview und erzählt von Ihrem Style und Ihrer Liebe zum Turnschuh.


„Ich würde gerne komplett in die Moderation einsteigen und dabei den Action-Themen treu bleiben. Ich bin nicht wirklich das Mädchen mit den High Heels, sondern ganz klar der sportliche Typ.“ So Karlotta auf die Frage, was sie für Ihre Zukunft plant. „Ich habe zwei Schränke voll mit Sneakers“, verrät sie, aber eine genaue Zahl hat sie nicht im Kopf. „Die Bequemlichkeit war ausschlaggebend bei meinem Tick. Zudem gibt es so viele verschiedene Designs, das man sie einfach zu jedem Outfit tragen kann.“ Ihr Favorit ist im Übrigen der Adidas ZX FLUX. „Weil der so leicht ist und ich so viel unterwegs bin, ist das im Moment mein idealer Schuh. Ich hab schon sieben Paar davon.“ Karlotta liebt und pflegt ihre Sneakers: „Die werden nicht bis auf den Tod durchgerockt.“ Auf Veranstaltungen gibt sich die junge Moderatorin selbstbewusst mit ihrem sportlichen Style - selbst auf dem roten Teppich. „Wenn das Gesamtbild stimmig ist und der Sneaker zur edlen Garderobe passt, kann das eine tolle Mischung ergeben. Wenn der Schuh entsprechend aus einer edlen Kollektion stammt, dann werden einem wohl auch die strengen Dresser einen solchen Mix verzeihen.“ Finden wir auch! Denn wenn man als Mann aktuell bunte Sneakers zum Anzug tragen darf, dann sollten auch die Damen hier Akzente setzen dürfen!

Karlotta Arnold im Gespräch mit Tim von Lindenau
Fotografie für Fashioners: Felix Rachor

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