Montag, 27. April 2015

Auf Streifzug durch den Sommer

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Auf Streifzug durch den Sommer

Raschelndes Schilfgras, strahlender Sonnenschein, leises Plätschern. Ein Traum vom Tag am See. Mit der aktuellen Spring und Summer-Kollektion von Eve in Paradise ist man für den klassischen Sonntagsspaziergang durch das sommerliche Paradies perfekt gekleidet. Sanfte Farb- und Musterkombinationen sorgen dafür, dass nicht nur der Seebesuch am Wochenende, sondern jeder einzelne Tag ins Sommer-Paradies führt.


Streifen und lockere Linien sind die Inspirationsquelle für die lässigen Looks. In der Kollektion finden sich maritime Klassiker wie weiß-blau gestreifte Blusen und wie von der Natur geschaffene Linien-Muster wieder. Auch der abwechslungsreiche Materialmix aus Naturfasern (wie Leinen, Baumwolle und Seide mit lockeren Jeans-Elementen) verleiht den Outfits Leichtigkeit. Die feminine aber gleichzeitig luftige Schnittführung verhilft jeder Eva zu einem starken, selbstbewussten und bequemen Auftritt - beim Streifzug durch den Sommer.

Text: Stella Kirchner
Fotografien: Eve in Paradise

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Montag, 20. April 2015

Fashion, Sweets & Handmade | Enie van de Meiklokjes im Gespräch

http://fashioners.de/pdf/fashioners_de_S43_25_03_15.pdf


Fashion, Sweets & Handmade | Enie van de Meiklokjes im Gespräch

Das Telefon bimmelt und am anderen Ende der offenen Leitung hört man eine allseits bekannte Stimme, die, im Gespräch mit einem Paketboten, auf stark befahrener Straße Päckchen annimmt. Mitten im Gewusel hält auch ein vorbeifahrender Fahrradkurier an – klar bekommt der auch ein Autogramm. „Ich hab nur leider kein Papier bei mir“, stellt der enttäuscht fest, bietet Enie van de Meiklokjes aber seine Männerbrust für eine Unterschrift an. Das Gelächter darüber ist groß und schon beginnt ein tolles Gespräch mit einer wirklich sehr gut gelaunten Moderatorin, die gerade mit ihrem Hund Felix auf dem Weg zum Park ist. Enie ist eine heimliche Lichtgestallt am Fashion-Himmel. Ihre ansteckend gute Laune und Ihr auffallend lebensfroher farbiger Stil bleiben jedem im Gedächtnis, der sie einmal gesehen hat. Mit Mode hat die in den 90ern durch VIVA bekannt gewordene Moderatorin beruflich nichts zu tun – aktuell ist es eher das Backen und Basteln, welchem sie in Ihren Sendungen „Sweet & Easy“ und „Handmade“ auf Sixx nachgeht. Die für ihren Stil bekannte Frohnatur freut sich über unser Mode-Kompliment, denn auch sie findet: „Ich bin immer sehr stilsicher und richtig angezogen, aber außer dem FASHIONERS hat das noch keiner erkannt“, stellt sie mit einem Lachen fest. „Ich habe einen ganz eigenen Geschmack, den ich auch sehr mag. Ich habe das Gefühl, dass in den Mode-Redaktionen vorrangig Kleidung gut ankommt, die auch mit einer bekannten Marke versehen ist. Toll ist, was auch bekannt ist. Mit gutem Geschmack hat das dann allerdings auch nicht immer zu tun“, findet sie. An sich selbst betont sie das, was sie an ihrem Körper besonders schön findet: „Enge Taille, weiter Rock und meine Beine. Das funktioniert ganz gut“, verrät uns Enie mit einem weiteren Lachen. Enie van de Meiklokjes liebt bunte Farben. „Wenn Leute im Spätjahr Herbstfarben tragen, verstehe ich das nicht. Es ist doch eh schon trist und grau genug – da muss ich doch nicht noch Beige, Grau und Schwarz tragen. Ich hab immer das Gefühl, wenn man bunte Farben trägt, dann geht es einem besser.“ Ob daher wohl ihre gute Laune und positive Ausstrahlung kommt? „Wahrscheinlich“, antwortet sie hörbar geschmeichelt. „Weil ich schöne Farben trage – das wird's sein. Ich glaub schon, dass das dazu beiträgt. Das ist wie eben mit dem Paketboten“, erinnert sie sich: „Wenn man jemandem bunt und gutgelaunt entgegentritt, dann kommt, egal wie muffelig jemand ist, auch was Gutes zurück.“ Enie's ganz persönliche Mode-Studie stellt fest: Wenn man in Deutschland nichts falsch machen möchte, dann kann man einfach Beige tragen,




„Egal wie alt man ist, egal was man tut und wo man lebt, ist man mit Beige immer richtig gekleidet. Da macht man nichts verkehrt. Mit Beige liegt man immer richtig, sieht aber immer doof aus.“ Dem kann man, ihr gegenüber, absolut nichts entgegensetzen. Enie backt und isst leidenschaftlich gerne, was jeder, der ihre Sendung „Sweet & Easy“ kennt, weiß. Gibt es auch zuhause bei ihr regelmäßig Torten und Kuchen? „Nein, eigentlich überhaupt nicht“, entgegnet sie. „Ich bin kein großer Tortenesser. Kuchen mag ich ganz gerne und Torten sehen meistens gut aus - ich finde sie aber eher langweilig. Dann denk ich immer: Wer soll das alles essen?“ Daher hat Enie auch viele extrakleine Backformen, ist aber kein Süßmaul, wie sie sagt. „Ich bin nicht die Königin der verzierten Torten. Ich bin eher für handfesten Kuchen. Am liebsten mache ich Cupcakes – da aber eher die salzige Variante mit Spinat, Käse oder Bacon.“ Diese herzhaften Cakes hat Enie van de Meiklokjes übrigens dank Tiefkühltruhe immer unterwegs dabei – statt gekaufter fertiger Brötchen gibt’s auf Reisen feine kleine Enie-Cupcakes. Enie ist auch handwerklich begabt. Zuhause wird alles Selbst gemacht: „Lampen anbringen, streichen – mein Mann sitzt am Schreibtisch und rundherum wird tapeziert.“ Sie verrät, dass sie lieber aktiv was macht, als nur zu moderieren und zu planen. Zu ihrer neuen Serie „Handmade“ fällt ihr ein: „Ich bin mehr die Spontan-Kreative – daher konnte ich mir anfangs gar nicht vorstellen, wie man Basteln verständlich ins Fernsehen bringt. Es ist gar nicht so einfach die vielen Arbeitsschritte vor der Kamera zu erklären, da man ja meist planlos aus der Not heraus bastelt, wenn man irgendetwas braucht. Das kann ich auch gut, aber ohne unsere pfiffige Redaktion, die den Dreh bis ins Detail plant, wäre ich anfangs verloren gewesen.“ Basteln ist in jedem Fall ein Dauertrend – da liegt Enie auch mit dieser kreativen Sendung vorn. „Im Osten geht die Sonne auf und das jeden Tag.“ ist im übrigens Enie“s letzter Satz, den sie uns mit auf den Weg gibt. „Jeder Tag ist ein neuer Tag und ich bin ein Mensch, der jeden Tag gerne lebt und der sich jeden Tag auf Neues besinnt. Auch wenn ein Tag mal doof ist, fängt ja im Folgenden ein Neuer an, der dann sicher besser wird!“

Tim von Lindenau im Gespräch mit Enie van de Meiklokjes
Fotografien: ProSiebenSat.1

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Donnerstag, 16. April 2015

Maid in Africa

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Maid in Africa

Vor leuchtendem Gelb hebt sich das Portrait einer jungen Frau ab. Ihr Haar ist auf bunte Wickler gerollt, ihr Gesicht ist wie in einer christlichen Ikonendarstellung eingerahmt. „Maidonna“ prangt in großen Buchstaben darunter. Priscilla, so ihr Name, war eine Maid, ein Hausmädchen, in Namibia. Bügeln, Waschen und geschundene Hände gehörten zu ihrem Alltag. Bis sie Andrew und Micha Weir traf. „Sie arbeitete für Freunde. Als die das Land verließen, baten sie uns, auf Priscilla zu achten. Das taten wir“, erzählt der in Kapstadt geborene Andrew Weir. Er und seine deutsche Frau Micha freundeten sich mit Priscilla an. Dann erkrankte sie am HI-Virus. Doch sie wollte sich nützlich machen, Geld verdienen, irgendetwas mit ihren Händen tun. Das war 2006. Kurzerhand gründeten die Weirs einen Design-Shop in Namibias Hauptstadt Windhuk: Möbel, Wohnaccessoires und Kleidung mit Digitaldrucken gibt es hier. Das ehemalige Hausmädchen Priscilla wurde zur ersten Mitarbeiterin und zum Gesicht von „Maid in Africa“: Ihr ikonenhaftes Bild hängt heute in jedem Shop von Namibia bis Südafrika und weist auch den Weg zum Haus der Weirs in Kapstadt, in dem das Paar heute lebt und arbeitet. In der Küche sitzt Micha Weir zwischen unzähligen Stoffproben, Kissen und Postern und betrachtet nachdenklich das Portrait der verstorbenen Freundin und Ideengeberin, das auch hier hängt. Fast jede fünfte Frau in Südafrika arbeitet als Maid – für einen Stundenlohn von etwa 34 Cent. „Es ist eine ganz bewusste Ehrung von Frauen wie Priscilla, die einen anonymen, undankbaren, aber sehr wichtigen Beruf ausüben“, sagt Weir. Eine Ehrung – und ein Spiel mit Worten und Klischees, das sich durch alle „Maid in Africa“-Designs zieht: Hausmädchen werden wie Madonneninszeniert, Schriftzüge auf Suppendosen weisen auf


Korruption und „verdunstete Träume“ hin, leere Cola-Kisten werden zu Sitzmöbeln mit Digitaldrucken umfunktioniert, deren Motiv die unzähligen illegalen Bars in den Townships sind. Immer wieder werden bekannte Markennamen und Schriftzüge verfremdet und ironisch eingesetzt. Das Ergebnis: Stylische Möbel, Wohnaccessoires und Kleidung in knallbunten Farben und detailverliebtem Design. Auch ein Bügelbrett könne so zum multifunktionalen Kunstwerk werden, meint Micha Weir: „Man kann es benutzen oder an die Wand hängen“. So wie in ihrer Küche: Aus der Ferne schön anzusehen, werden aus der Nähe Details sichtbar, die nachdenklich stimmen. So wie die Reproduktion einer Zeichnung von 1789, die die Weirs auf ein Bügelbrett druckten. Das Motiv: Das beengte, unmenschliche Innere eines britischen Sklavenschiffes, mit dem im 18. Jahrhundert afrikanische Sklaven verschifft wurden. Die Designs von Maid in Africa weisen auf Ungerechtigkeiten hin – ohne erhobenen Zeigefinger. Der ist auch gar nicht nötig: Die vermeintliche Leichtigkeit, mit der die hochwertigen, farbverliebten Designs daherkommen, und das Verharren auf den zweiten Blick machen aus den Unikaten Kunst.
Aus Bügelbrettern werden Kunstobjekte. Im Kapstädter Haus der Weirs, finden sich überall Objekte des Designer-Duos.
Aus der Freundin wurde das Gesicht des Labels: Das Portät der verstorbenen Priscilla weist auch den Weg zum Haus der Weirs in Kapstadt.
Inspiration überall: Die aufwendigen Designs der Weirs sind aus dem leben des Paares nicht mehr wegzudenken.

Text: Katharina Pfannkuch
Fotografien: Katharina Pfannkuch

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Dienstag, 14. April 2015

Locker lassen

http://fashioners.de/pdf/fashioners_de_S45_31_03_15.pdf


Locker lassen

Machtatee, Faszienfitness, Yoga und Detox-Kur: Wir surfen auf der neuen Gesundheitswelle. Was Jane Fonda in den Achtzigern in den Gymnastikeinteiler schlüpfen ließ, sorgt heute dafür, dass Frauen und Männer auf Matten das Entspannen lernen: die Motivation, gesund und schön zu sein. Das klappt aber nur, wenn der Mensch sich auf das Wesentliche konzentriert. Entschleunigung ist das Motto der Stunde.


Und es gilt auch in der Mode: Minimalismus tut der Seele gut. Lasst uns alle wieder rein und frei sein. Ballast abwerfen. Befreit von Konventionen und engen Röhrenjeans. Lust darauf? Dann lohnt sich ein Blick auf die neue Mode von Minx. Oversize-Blazer und schlanke Kleider aus weichen Materialien in Off-White mit sportiven Elementen umschmeicheln Sie - stilvoll, lässig und einfach entspannt. www.minx-mode.com

Text. Lea Becker
Fotografien: Minx

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