Montag, 22. Juni 2015

Richtig dick auftragen!

http://fashioners.de/pdf/fashioners_de_S51_12_06_15.pdf


Richtig dick auftragen!

Normalerweise geht genau das ja voll nach hinten los. Aber was, wenn das Make Up kreativ bedacht und gewählt „dick“ aufgetragen wird? Wir finden genial, was Hair & Make Up Artist Peggy Passehl beim Shooting mit Fotografin Jana Schüßler aus Model Ksenja herausholte! „Als Jana mich anrief und sagte, ich soll meinen pinken und blauen Lidschatten einpacken freute ich mich bereits und wusste: Endlich mal wieder dick auftragen! Bei unserem Beautyshoot mit Ksenia wollten wir das graue Wetter ausblenden und mal etwas Farbe ins Spiel bringen!


Für Ksenias zarten Teint verwendete ich die Foundation von MAC und Blush von "Paris Berlin". Der Lidschatten, ein pinker Ton von Urban Decay, übernimmt hier den sanften Unterton, und um den Augen den perfekten Abschluss zu geben, werden die Wimpern erst mit einer weißen Base getuscht und anschließend mit Pigmenten von Stargazer akzentuiert. Nun brauchten wir noch einen Farbknaller bei den Lippen. Diesen Effekt konnte ich, wie man unschwer erkennen kann, mit dem Lippenstift von BH Cosmetics erzeugen! Jetzt fehlte nur noch die blaue Farbe von ULTA auf Ksenias Fingernägeln und fertig war der Sommerlook ...“


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Montag, 15. Juni 2015

Online-Magazine stark im Trend | Von Kulturellem, Effizienz und Leserzahlen

http://fashioners.de/pdf/fashioners_de_S50_10_06_15.pdf


Online-Magazine stark im Trend

Von Kulturellem, Effizienz und Leserzahlen

Laut dem Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger gibt es einen mehr als deutlichen Trend hin zu Online-Magazinen. Was wird da aus der guten alten Print-Zeitung? Mit einer jährlichen Wachstumsrate von zwei bis drei Prozent besuchen immer mehr Leser das Internet – und das sind laut BDZV mittlerweile schon knapp 50 Prozent der Deutschen. Wird das Papier überflüssig? Sicher nicht – jeder liebt es doch, gemütlich durch eine Zeitschrift zu blättern und dabei die Seele baumeln zu lassen. Aber wie effektiv ist so ein Print-Magazin bei der Verbreitung von Inhalten? Einmal gedruckt, Ressourcen verbraucht, gelesen und das war's? Ein Online-Beitrag ist tatsächlich effektiver: Er lässt sich leicht und augenblicklich realisieren, erreicht innerhalb von wenigen Stunden uneingeschränkt viele Leser, spart Kosten und Rohstoffe und verbreitet sich effektiv über soziale und sonstige Netzwerke. Beeindruckend ist, dass wirklich große Zeitschriften wie Bild oder Focus nicht halb so gern im Netz gelesen werden, wie andere kleinere Formate, die sonst als Print auf dem Markt nicht annähernd eine ähnliche Chance hätten.


 Hier scheint der Leser nach Alternativen zu suchen und belohnt das „allgemeine Online-Magazin“ mit führenden Spitzen-Leserzahlen von 30 Prozent des gesamten Online-Angebots. Seit nun mehr zwanzig Jahren sinken die Auflagenzahlen der Print-Zeitungen schwach aber kontinuierlich. Beobachtet man hingegen die Online-Portale, lässt sich deren Wachstum kaum ermessen. In den aktuellen Statistiken des BDZV, bekommt man übrigens zudem den Eindruck, dass hier beständig Zahlen übersehen oder vergessen wurden. Man besinnt sich anscheinend nur ungern auf das boomende Internet – immer dann, wenn der Vergleich vom Print zum Netz richtig interessant würde, wird das WorldWideWeb einfach nicht mit aufgeführt. Mittlerweile sind auch viele Fotografen auf die Idee gekommen, dass Ihre Bilder online mehr einbringen müssten, als im Printbereich. Wird sich hier etwas grundlegend verändern müssen? Fakt ist wohl, dass der Wunsch zu Printen mittlerweile mehr die ideellen und kulturellen Werte beflügelt. Das Print-Magazin wird zum genüsslichen Extra des Lesens und macht dem effektiveren Online-Magazin ein wenig Platz, um ihm die Vorzüge der besseren Verbreitung zu überlassen.

Text: Tim von Lindenau
Fotografien: Jana Schuessler

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Dienstag, 9. Juni 2015

Backstage bei GNTM - Nathalie Volk im Gespräch | Alexander David Kern: "Keine Chance nach GNTM ..."

http://fashioners.de/pdf/fashioners_de_S49_06_06_15.pdf


Backstage bei GNTM
Nathalie Volk im Gespräch

Was man mit zarten 16 Jahren im Showbusiness erleben kann, das zeigt uns die Königin des Modelcastings Heidi Klum. Vor 2,5 Millionen Zuschauern wird gepost, gekämpft und gezickt. Es geht um scheinbar alles – um den Titel: Germany's next Topmodel. Was erleben die Mädchen, die sich voller Hoffnung auf den „heißesten“ Laufsteg der deutschen Fernsehgeschichte begeben? Wir trafen Nathalie Volk, die es 2014 nicht nur bis ins Halbfinale, sondern auch in die Herzen vieler junger Mädchen schaffte.

Nathalie ist mittlerweile 18 Jahre alt und blickt mit zwei Jahren Erfahrung auf ihren turbulenten Einstieg in das Modelgeschäft zurück. „Meine Mutter meldete mich bei Heidi an und auf einen Schlag nahm alles seinen Lauf“, verrät das brünette Mädchen mit den schönen Augen. „Der gesamte Dreh vom Casting bis zum Finale läuft über vier Monate. Eine lange spannende und entbehrungsreiche Zeit.“ Vier Monate - vermisst man da nicht Freunde und Verwandte? „Oh ja!“ Erinnert sich Nathalie nur zu gut: „Wir hatten nur zweimal Urlaub, in dem wir nach Hause durften. Härter war allerdings, dass wir unsere Handys abgeben mussten und sie nur am Abend für 10 Minuten zurück bekamen. Das war für viele nicht leicht. Das erste Mal so lang und weit von zuhause weg und das auch noch ohne Handy. Viele haben aus unterschiedlichen Gründen das Handtuch schmeißen wollen. Auch ich – mehrmals.“ Was habt Ihr gemacht, wenn gerade einmal nicht gedreht wurde? „Eine Folge brauchte ungefähr vier Tage Drehzeit. Da wird keinem der Mädchen langweilig. Neben dem Dreh gibt es unzählige Interviews mit der Redaktion von GNTM, „taff“ oder „red!“. Wenn mal nichts zu tun ist, oder einige der Mädchen pausieren, dann geht es mit der Nanny in die Stadt oder an den Strand.“ Ihr hattet eine Nanny? „Ja. Eine für den wilden Haufen. Sie passte auf uns auf, hielt uns im Zaum und tröstete auch so manches Mal.“ Wie ist die Jury hinter der Kamera? „Heidi hat natürlich die Zügel in der Hand – sie koordiniert den ganzen Tag – alles und jeden. Ich bin Ihr sehr dankbar, dass ich mit dabei sein durfte. Viel Zeit verbringt man allerdings nicht gemeinsam – auch Wolfgang ist zwar wirklich ein ganz Lieber, aber bis auf fünf Minuten Dreh zwischendurch, bekamen wir nicht viel von ihm mit. Im Fernsehen sieht es dann später ganz anders aus. Es ist eine Show und die läuft nach striktem Plan.“

Tim von Lindenau im Gespräch mit Nathalie Volk
Fotografien: Michael J. Rüttger
Keine Chance nach GNTM
Das passiert nach der Sendung ... 

Ein Kommentar von Modelmanager
Alexander David Kern

Was kaum jemand weiß: Nicht nur die Gewinnerin von GNTM bekommt einen Vertrag bei ONEeins. Das hat für Heidi Klum wirtschaftliche Gründe, denn Sie will anscheinend verhindern, dass andere mit Ihren Mädchen Geld verdienen.

„Leider stehen alle GNTM-Teilnehmerinnen unter Knüppelvertragen mit Heidi Klums Agentur ONEeins. Sie sind somit nicht verfügbar - für Jobs in Zusammenarbeit mit „richtigen“ Agenturen auf den großen Laufstegen dieser Welt. Aber warum ist ein Vertrag mit Heidi nicht das große Los? GNTM ist für angehende Models ein Karriere Hindernis! Zunächst sind die meisten Mädchen nach der Sendung abgebrannt und viele Kunden, vor allem die großen in Mailand und Paris wollen frische Gesichter, die man zuvor noch nicht gesehen hat. Es ist wirklich schade, denn das Format GNTM wird so dargestellt, das es junge Modelle fördert. Das entspricht aber nicht der Wahrheit. Klums Mädchen werden nach der Sendung ausschließlich für kleinere Jobs eingesetzt, wie etwa Eröffnungen, Events und Shows in Berlin. Sie werden C-Promis, aber keine professionellen Models. Dabei gibt es in der Sendung durchaus einige Mädchen, die das Potenzial für Größeres haben. Aber um in Paris und New York arbeiten zu können, bräuchten sie eine Agentur, die sich um das ernsthaft professionelle Management der Girls kümmert und Placements bei Partneragenturen im Ausland realisiert. ONEeins allerdings bindet die Mädchen an sich und lässt sie möglichst nicht mehr aus den erfolgsbremsenden Verträgen. Wenn sie da irgendwann doch einmal herauskommen und woanders einen Vertrag unterzeichnen, versucht ONEeins seine ehemaligen Teilnehmerinnen mit bemerkenswert erfolgreichem Einfluss zu blockieren – das ist eine ausgemachte Frechheit! Angehende Models sollten sich daher direkt bei seriösen Agenturen bewerben und Formate wie GNTM meiden. Was bringt es heute noch, „Germanys next Topmodel“ zu werden? Man erscheint auf einem Cosmopolitan Cover und dann? Es gibt keine einzige Gewinnerin aus allen Staffeln, die weltweit erfolgreich als Model gefeiert wurde, geschweige den auf Vogue Covern oder bei Shows von Prada, Chanel oder anderen zu sehen war. Für die Klums ist GNTM eine rein kommerzielle Angelegenheit und die jungen Mädchen sind nur ein Mittel zum Zweck. Niemandem liegt etwas daran, die Mädchen im Nachhinein auf High-Fashion-Laufstegen zu sehen. Es ist eine TV-Show - mehr steckt leider nicht dahinter. Aus diesem Grund werden den Mädchen während der Sendung auch Rollen zugeschnitten, die durch die geschickten Fragen der Redakteure so inszeniert werden, dass sich die unerfahrenen jungen Modelle nicht dagegen wehren können. Den Rest erledigt der Cutter beim Schnitt. Doch so langsam, denke ich, ist auch fast jeder Zuschauer dahintergekommen und fühlt sich vom Sender an der Nase herumgeführt, was auch die konstant sinkenden Einschaltquoten erklären würde. Am Ende bleibt nur noch die Frage: Will ein Mädchen mit Talent allen Ernstes „Germanys next Topmodel“ werden?“

Ein Kommentar von Alexander David Kern

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